Bombenentschärfung

Bombe in Essen: Die letzten Kranken waren um 2 Uhr zu Hause

Feuerwehren anderer Städte halfen mit bei der Evakuierung der zahlreichen alten und kranken Anwohner in Essen.

Feuerwehren anderer Städte halfen mit bei der Evakuierung der zahlreichen alten und kranken Anwohner in Essen.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen.  Stadt Essen zieht eine positive Bilanz der bisher aufwendigsten Bombenentschärfung, doch zogen sich die Krankentransporte noch sehr lange hin.

Die Stadt Essen hat die bislang größte Evakuierungsaktion wegen einer Bombenentschärfung positiv bewertet, allerdings habe es wegen der Vielzahl der notwendigen Transporte sehr lange gedauert, bis auch die letzten Kranken wieder in ihrem privaten Zuhause oder in ihrem Heimzimmer waren. „Das war eine große logistische Herausforderung“, erklärte Stadtsprecherin Jasmin Trilling. Am Mittwoch Abend konnte eine mit 850 Kilogramm Sprengstoff gefüllte britische Luftmine erfolgreich entschärft werden.

Manche Kranken mussten wegen der Bombe 18 Stunden ausharren

Die Transporte seien in der Nacht nach Dringlichkeit priorisiert und dann abgearbeitet worden. Das gelte sowohl für die Transporte der Heimbewohner als auch derjenigen Anwohner, die per Krankentransport in die Betreuungsstellen gebracht wurden. „Der letzte Rücktransport war um kurz nach 2 Uhr nachts beendet“, so Trilling. Das heißt, manche der alten und kranken Menschen mussten 18 Stunden und mehr außerhalb ihrer angestammten vier Wände verbringen.

Ganz vorbei war die Nacht auch dann noch nicht: „Die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr waren noch bis nach 3 Uhr im Einsatz mit restlichen Arbeiten.“ Dazu zählt etwa das Aufräumen in den Betreuungsstellen und das Abbauen von Sperren. Die Entschärfung der Bombe begann wegen der vielen uneinsichtigen Bürger erst gegen 19.45 Uhr am Mittwochabend. Ursprünglich hatten die Entschärfer viel früher mit ihrer Arbeit beginnen wollen.

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