SC Frintrop

Bau des Bürgerparks am Schemmannsfeld soll bald beginnen

Vorsitzender Werner Engels vom SC Frintrop verfolgt ehrgeizige Pläne. Am Schemmannsfeld soll ein Bürgerpark entstehen. Die Finanzierung ist nun gesichert.

Vorsitzender Werner Engels vom SC Frintrop verfolgt ehrgeizige Pläne. Am Schemmannsfeld soll ein Bürgerpark entstehen. Die Finanzierung ist nun gesichert.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Frintrop.   Der Traditionsverein SC Frintrop will einen Teil seiner Sportanlage in einen Ort der Begegnung für Bürger und Sportler umgestalten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Traditionslub SC Frintrop feilt seit mehr als drei Jahren an einem Konzept, um seine Sportanlage am Schemmannsfeld in einen multifunktionalen Bürgerpark für Breitensport und Amateursport umzugestalten. Für Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Nationen und mit und ohne Behinderung. Bislang scheiterte dies am Geld. Das ehrgeizige Gesamtprojekt sollte 1,8 Millionen Euro kosten. „Nun planen wir erstmal deutlich kleiner, aber dafür in einem realisierbaren Umfang“, sagt Vereinschef Werner Engels.

Noch im Mai 2015 sah die „große Lösung“ vor, das Areal mit seinen zwei Aschenplätzen komplett umzukrempeln: Kunstrasen auf dem hinteren Spielfeld, eine kleine Sporthalle, ein renoviertes Vereinshaus mit professioneller Gastronomie und Konferenzraum. Dazu sollte entlang der Frintroper Straße eine Erlebnis- und Sportwelt entstehen – mit Kletterwand, Barfußpfad zur Sinneserfahrung, ein Rasen für Gymnastik, Bouleplatz plus barrierefreier Schaukellandschaft. Zudem zwei Fitness-Parcours mit Bodentrampolin.

Große Lösung war nicht bezahlbar

„Allein für die Gestaltung des vorderen Geländes lag die Kalkulation bei 630 000 Euro“, sagt Werner Engels. Später sei diese Summe – so ein Kostenvoranschlag der Essener Arbeitsgesellschaft (EABG) – auf satte 900 000 Euro gestiegen. „Das hätten wir nie stemmen können.“ Nun habe man eine Variante entwickelt, die eine Vielzahl der Projekte realisiert, doch sich mit eher bescheidenen 270 000 Euro umsetzen lässt.

Die Finanzierung steht: Der Löwenanteil von 150 000 Euro stammt aus dem städtischen Sozialetat; 50 000 Euro aus der Sparkassenstiftung. Unterstützer sind auch die Sport- und Bäderbetriebe (30 000 Euro) und die van Eupen-Stiftung (20 000 Euro). 20 000 Euro trägt der Verein. „Wir danken Espo, Politik und dem Sport- und Bäderamt. Ohne sie hätten wir das nicht geschafft“, sagt Engels.

Verein ist seit Jahren sozial engagiert

Bei der neuen Planung (siehe Grafik) werden entlang der Frintroper Straße künftig ein Aschen-Bolzplatz und ein Kunstrasen-Kleinfeld zu finden sein. Dazwischen sorgt ein begrünter Saum mit zwei Kinderspielstätten, ein Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten für Erwachsene und eine Bouleanlage für Unterhaltung und Entspannung. Eingerahmt von stattlichen Pyramidenbaumreihen.

„Bei der Gestaltung war es uns wichtig, unserer Vereinsphilosophie gerecht zu werden“, sagt Engels. Unter Menschen sein. Sozial und engagiert im Miteinander, so lautet das Credo. Seit Jahren hat der Verein sein Portfolio in Sachen Integration und Inklusion erweitert. Als Stützpunktverein des Landessportbundes hält man wöchentliche Sportkurse in fünf Kitas ab. Im Offenen Ganztag der Grundschulen Altfriedschule und Reuenbergschule ist der Verein einmal pro Woche zu Gast, bietet Integrationskurse für Migranten an. Seit zehn Jahren pflegt der Klub eine Kooperation mit der Diakonie in Sachen Behindertensport. So trainieren auch die Bewohner des Diakonie-Hauses an der Baasstraße auf der Frintroper Anlage.

Verein SC Frintrop zählt heute 430 Mitglieder

Heute zählt der Verein 430 Mitglieder, organisiert in drei Seniorenmannschaften Ü 40 und über 100 Kindern und Jugendlichen – Tendenz steigend. Dazu kommen drei Integrationsmannschaften, ein Freizeitteam mit 16 Tibetern, eine weitere Hobbykickermannschaft, eine Abteilung für Damengymnastik sowie eine Tanzgruppe. „Der Verein NK Croatia, mit dem wir schon längere Zeit kooperieren, ist nun auch mit einer zweiten Mannschaft vertreten“, so Engels. „Auch die GSE Behinderten-Werkstätten werden schon bald hier trainieren.“

Sofern die Sport- und Bäderbetriebe Grünes Licht geben, soll der Umbau beginnen. „Vielleicht könnte dies schon im Sommer dieses Jahres geschehen“, hofft Engels. Der Bürgerpark soll jedoch nur der Anfang sein. Eine Basis, auf der man aufbauen kann. „Vielleicht kommen wir ja für das Jahr 2019 auf die Prioritätenliste für einen Kunstrasenplatz“, hofft Engels. Der sportliche Nachbar vom Wasserturm, Adler Frintrop, erhält 2018 bereits den zweiten Kunstrasenplatz. „Dann wird die Situation für uns noch schwieriger.“

Umso wichtiger, den Verein zu entwickeln und damit auch die Existenz des neuen Bürgerparks zu sichern. Da es in Unterfrintrop keine Schule, keine Kirche, keinen Markt und kaum noch Einzelhandel gibt, sei es für die Quartierentwicklung wichtig, einen attraktiven Ort der Begegnung zu gestalten. Engels: „Frintrop braucht wieder einen Treffpunkt, wo die Bürger sich wohlfühlen.“

Nachhaltigkeit durch Brost-Stifung

Der Bürgerpark am Schemmannsfeld muss nach Fertigstellung natürlich gepflegt werden. Dafür hat der SC Frintrop einen Business-Plan aufgestellt, der auf sechs Jahre konzipiert ist.

Darin sind Aussagen über die notwendigen personellen Aufwendungen für Bewirtschaftung und Erhaltung der Anlage formuliert. Auch der Einsatz eines Koordinators, der künftig 15 Stunden in der Woche die Arbeiten abstimmen soll. Finanziert werden soll das Ganze von der Brost-Stiftung. „Da haben wir bereits eine mündliche Zusage“, erklärt Werner Engels.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik