Bürger- und Verkehrsverein

Borbecker planen mit Philippusstift ein Beratungsnetzwerk

Susanne Asche, Vorsitzende des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins.

Foto: BBVV

Susanne Asche, Vorsitzende des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins. Foto: BBVV

Essen-Borbeck.   Der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein setzt sich für die Belange der Menschen ein. Ohne das Engagement der Bewohner selbst läuft aber nichts.

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Susanne Asche ist eines der Gesichter Borbecks. Die 69-Jährige engagiert sich schon lange ehrenamtlich für den Stadtteil. Seit 2014 tut sie das unter anderem als Vorsitzende des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins (BBVV), der zurzeit 230 Mitglieder zählt.

In dem Jahresrückblick auf der Internetseite des Vereins schreiben Sie, dass die Suche nach Nähe und Bindung an den Stadtteil immer mehr an Bedeutung gewinne. Woran machen Sie das fest?

Das erfahren wir bei Gesprächen mit den Menschen wie zum Beispiel beim regelmäßig stattfindenden Bürgerdialog, beim Bollerwagen oder „Runden Tischen“. Da sagen die Menschen, was sie im Stadtteil bewegt. Wir sind als Verein der Gesprächspartner.

Und was bewegt die Borbecker?

Sauberkeit, mangelnde Pflege von Grünanlagen oder Sicherheit sind oft genannte Themen, bei denen nicht allein die Stadtverwaltung gefordert ist.

Einen Missstand zu benennen, ist eine Sache, sich an seiner Behebung aktiv zu beteiligen eine andere. Wie stark ist das bürgerschaftliche Engagement der Borbecker?

Der Kreis derer, die sich zurzeit beteiligen, ist zugegebenermaßen relativ klein. Wir haben uns fest vorgenommen, die Menschen im Stadtteil verstärkt anzusprechen und zu aktivieren. Wir hören zwar oft, dass viele nicht dem Verein beitreten wollen, dass sie aber bereit sind, bei konkreten Aktionen mitzumachen. Bei der Sauberkeit im Stadtteil hätte ich gern die Regelmäßigkeit, die zum Beispiel Herr Hüttemann am Niederfeldsee in Altendorf geschaffen hat. Die Möglichkeiten der Stadt sind in den vergangenen Jahren nicht gewachsen. Der Bedarf an bürgerschaftlichem Engagement ist größer geworden.

Wie haben sich die Aufgaben des BBVV im Laufe der Jahrzehnte verändert?

Der Verein hat sich immer schon sehr stark um Fragen der Infrastruktur gekümmert. Ich erinnere da an das Thema Notfallpraxis. Auch beim Masterplan Borbeck waren wir ein Impulsgeber. Das bleibt, aber es kommt Neues hinzu. Im kommenden Jahr wollen wir uns zum Beispiel verstärkt um junge Menschen und deren Leben und Perspektiven im Stadtteil kümmern. Dazu gehören Menschen, die schon länger hier leben ebenso wie gerade Hinzugezogene. Zu diesem Vorhaben wir gerade Kontakt zu anderen Institutionen aufgenommen. Vielleicht wird dazu ein Runder Tisch eingerichtet.

Derartige Aktivitäten sind nicht unbedingt nach außen sichtbar. Im Gegensatz stehen dazu die blauen Taschen, die in Zukunft verstärkt auf Borbecks Straßen zu sehen sein werden.

Der Initiativkreis Centrum Borbeck und wir haben die wieder verwendbaren Taschen herstellen lassen. Sie stehen für Nachhaltigkeit. Andererseits soll die Homepage www.essen-borbeck.de ein allgemeine, virtuelle Anlaufstelle sein, ohne eine Plattform für Werbung im größeren Sinne zu sein. Den Kultur-Historischen Verein haben wir auch angesprochen.

Was wird noch neu in 2018 sein?

Mit dem Sozialpsychiatrischen Zentrum des Philippusstifts ist ein Borbecker Beratungsnetzwerk angedacht, das regelmäßig zu sozialen Fragen beraten soll.

Hier der Stadtteil Borbeck, dort die Stadt Essen. Was ist wichtiger?

Das eine schließt das andere nicht aus. Wir engagieren uns in erster Linie im Nahbereich. Wir wollen etwas für Borbeck und die Menschen, die hier leben, erreichen. Und zwar, ohne jemanden auszugrenzen. Die Organisation von identitätsstiftenden Veranstaltungen wie Maienmahlzeit und Weihnachtsmarkttag ist daher von großer Bedeutung. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass das Stadtleben nicht auch seine Bedeutung hat.

>>> Termine des BBVV für das kommende Jahr

Es gibt Veranstaltungen des BBVV, die haben einen festen Platz im Borbecker Veranstaltungskalender.

Die Borbecker Maienmahlzeit findet am 7. Mai in der Dampfbierbrauerei statt. Voraussichtlich am folgt das Fest der Fürstin in und um das Schloss. Der 24. Weihnachtsmarkttag ist am 2. Dezember.

Bereits am 22. März treffen sich die Vereinsmitglieder zur Jahreshauptversammlung.

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