Bigwam

Bürgerinitiative lädt alle Parteien zum Workshop ein

Die Haus-Berge-Straße soll für Anwohner wie Benutzer entschärft werden.

Foto: Dietmar Mauer

Die Haus-Berge-Straße soll für Anwohner wie Benutzer entschärft werden. Foto: Dietmar Mauer

Essen-Bergeborbeck.   Die Bürgerinitiative gegen den wilden Automarkt (Bigwam) lädt Politiker zum Workshop ein. Auch die SPD macht mit. Der frühere Zwist ist begraben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Bürgerinitiative gegen den wilden Automarkt (Bigwam) ließ das Jahr im „Kreuzer“ ausklingen. 40 Gäste kamen zur letzten Bürgerversammlung des Jahres. Es gab Glühwein und Plätzchen. Aber nicht nur. Die drei Erstplatzierten des Projekts „Stadtteilhabe“ stellten sich vor. Bigwam hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, den Bereich Haus-Berge-/Germaniastraße als Planungsgebiet für den Wettbewerb der Ingenieurkammer-Bau NRW zu nehmen. Sechs Gruppen aus Bergeborbeck entwickelten Ideen für diesen Bereich. Eine Jury kürte – wie berichtet – das Team Maria Rosenkranz zum Sieger, gefolgt vom Team Contilia und GerHau.

Sicherheit der Anwohner und Umweltaspekte

Die drei Projekte stellen – jedes auf seine Weise – die Sicherheit der Anwohner und nachhaltige Umweltaspekte in den Vordergrund. Alle wollen den Mittelstreifen begrünen und die Straße schmaler machen, damit Fußgänger die 26 Meter breite Straße sicherer überqueren können. Das Team Rosenkranz ging sogar noch einen Schritt weiter und plante an der Ecke Germania-/Zinkstraße einen Kreisverkehr ein, der auch den Autofahrern Gewähr bietet, ohne große Anhaltepausen die Straße ohne Ampel queren zu können.

Mehr Würdigung durch Dezernentin gewünscht

Über das Engagement der Bürger freut sich Bigwam-Sprecher Klaus Barkhofen. Die Honorierung durch die Stadtverwaltung lasse hingegen zu wünschen übrig. „Mit diesem Eindruck kamen zumindest einige Teilnehmer vom ersten Umsetzungsworkshop mit Umweltdezernentin Simone Raskob Anfang Dezember zurück“, sagt Barkhofen. Vielleicht verkenne die Dezernentin die bundesweite Bedeutung des Projektes, da erstmals nicht die Stadt dem Bürger vorgebe, was zu tun sei, sondern anders herum. „Das wäre für die Stadt Essen im Nachgang der Grünen Hauptstadt noch ein i-Tüpfelchen in der öffentlichen Wahrnehmung durch Presse und Fernsehen.“ Man werde am Ball bleiben und darauf drängen, dass die Projekte in näherer Zeit angegangen und im Geiste der „Green Capital“ umgesetzt werden.

Alte Zöpfe wurden gemeinsam abgeschnitten

Entspannter erscheint derweil das Verhältnis zwischen Bigwam und der SPD im Bezirk V. „Im Vorfeld der Veranstaltung gab es Gespräche über Missverständnisse und alte Zöpfe. Die konnten wir gemeinsam abschneiden“, sagt Klaus Barkhofen. Vor der Kommunalwahl 2014, zu der Bigwam mit eigenen Kandidaten angetreten war, kam es zu Unstimmigkeiten. Mit Bezirksbürgermeister Heinz-Wilhelm Zwiehoff, dem Fraktionsvorsitzendem Theo Jansen und Ortsvereinsvorsitzenden Jürgen Garnitz wurde vereinbart, mit den Parteien der Bezirksvertretung V schon im Januar kommenden Jahres einen Workshop zu veranstalten. Dort sollen Ziele, Hotspots der Problematik und Lösungsansätze nicht nur besprochen, sondern auch angegangen werden.

„Grau raus, Farbe rein“ wird weiter verfolgt

Ins Stocken geraten ist hingegen die Aktion „Grau raus, Farbe rein“, die Bigwam im Frühjahr 2017 ins Leben rief. Ziel ist es, eine trostlos wirkende Mauer an der Bottroper Straße zu verschönern. Der Grund der Verzögerung ist, dass der Kontakt zu dem Graffiti-Künstler abgebrochen ist. „Das Projekt wird aber weiter verfolgt. Wir suchen zurzeit nach einer Lösung“, so Barkhofen.

>>> Thomas Kufen kommt zum nächsten Treffen

Die nächste Bürgerversammlung der Bigwam findet am Donnerstag, 15. März 2018, im Kreuzer, Friedrich-Lange-Straße 3, statt.

Oberbürgermeister Thomas Kufen wird dann zu Gast sein.

Im Anschluss an die Bürgerversammlung findet die Jahreshauptversammlung des Bigwam statt. Wahlen stehen im Jahr 2018 nicht an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik