Vereinsjubiläum

Dellwiger Kegelclub „Fidele Bommis“ feiert 50-Jähriges

Die „Fidelen Bommis“ heute (v. l.): Horst May, Marlis May, Helmut Krakau, Waltraud Esser, Alfred Stahl und Heinz Brümmer.

Foto: FB

Die „Fidelen Bommis“ heute (v. l.): Horst May, Marlis May, Helmut Krakau, Waltraud Esser, Alfred Stahl und Heinz Brümmer. Foto: FB

Essen-Dellwig.   Im „Haus Knotte“ trafen sich vor einem halben Jahrhundert einige Dellwiger und gründeten einen Kegelclub. Der Bommerlunder wurde Namensgeber.

Dass ihr Kegelclub einmal sein 50-jähriges Bestehen feiert, das hätten sich die Freunde aus Dellwig damals nicht träumen lassen. Aber die sechs jungen Männer, alle Stammgäste von Haus Knotte an der Ecke Donnerstraße/Kraienbruch, waren eine tatendurstige Gruppe. „Bei einem Dämmerschoppen kam der Gedanke auf, einen Kegelclub zu gründen“, erinnert sich Heinz Brümmer. „Eine Woche später traf man sich bereits auf der Kegelbahn.“ Im Lokal „Zum Sportsfreund“ an der Levin-straße kommen die Ehepaare Brümmer, Kiefernagel, Krakau, May, Stahl und Auth zur Gründung zusammen.

Doch schon an diesem ersten Abend gingen die Dellwiger nicht nur in die Vollen, sondern widmeten sich auch einem leckeren Getränk: dem Bommerlunder. Der Aquavit wurde zum Namensgeber des jungen Kegelclubs: „Fidele Bommis“. „Es wurde ein lustiger Kreis“, erinnert sich Heinz Brümmer, der sofort zum Präsidenten gewählt wurde.

Obwohl der Diplom-Ingenieur aus Krefeld stammt, fühlte er sich in Dellwig gleich heimisch, als er aus persönlichen Gründen ins Ruhrgebiet zog. „Diese absolute Freundlichkeit hat mir sofort gefallen. Vom zweiten Tag an war ich in Dellwig zu Hause“, erzählt der 85-Jährige mit der markanten Bassstimme. Für ihn und seine Kegelbrüder war es zudem selbstverständlich, am Gemeindeleben teilzunehmen. Gemeinsam sangen sie im Kirchenchor von St. Michael, dessen Vorsitzender Heinz Brümmer zehn Jahre lang war.

Goldschmiedemeister Krakau fertigte das Diadem

Eine weitere Liebe galt dem Schützenleben in Dellwig. So wurden die „Fidelen Bommis“ Käte Kiefernagel (1973-1976) und Waltraud Esser (1979-1982) Königinnen sowie Richard Kiefernagel gemeinsam mit Marlis May das Regentenpaar von 1982 bis 1985. Das Diadem für die Schützenkönigin hatte mit Goldschmiedemeister Helmut Krakau zudem ein weiteres Clubmitglied angefertigt.

Was wäre ein Kegelclub ohne seine Ausflüge? Heinz Brümmer lacht: „Wir haben alle Flüsse abgegrast, vom Rhein über die Mosel bis zur Saar, und dann noch nach Holland hoch. Diese Ausflüge sind heute immer ein Gesprächsstoff.“

Obwohl der Club altersbedingt geschrumpft ist, treffen sich die verbliebenen sechs Mitglieder an jedem dritten Sonntag im Monat, aber nicht mehr zum Kegeln, sondern zum geselligen Plausch. Heinz Brümmer: „Wir sind eben eine Clique für sich, für die noch der alte Wahlspruch gilt: „Dellwig booven an – Dellwig geht voran“.

>>>>>

Im Laufe der 50 Jahre verließen einige Paare den Kegelclub und wurden durch neue Mitglieder ersetzt.

Die langjährigen „Fidele Bommis“-Mitglieder Andreas und Marianne Kirchhoff verlegten ihren Wohnsitz nach Leipzig. Ein Besuch des Kegelclubs musste allerdings abgesagt werden: Mehrere betagte Kegelbrüder und -schwestern konnten die Reisestrapazen nicht mehr auf sich nehmen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik