Altenheim

Einbruch stört Neubau des Papst-Leo-Altenheims in Frintrop

Die Baustelle des neuen Papst-Leo-Hauses wurde schon von Einbrechern heimgesucht. Jetzt passt ein Sicherheitsdienst auf den Rohbau an der Unterstraße in Frintrop auf.

Die Baustelle des neuen Papst-Leo-Hauses wurde schon von Einbrechern heimgesucht. Jetzt passt ein Sicherheitsdienst auf den Rohbau an der Unterstraße in Frintrop auf.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Frintrop.   In Frintrop baut die Nikolaus-Groß GmbH das Papst-Leo-Altenheim. Im November ist es bezugsfertig. Doch es gab schon Ärger während der Bauphase.

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Knapp zwei Jahre nach dem Abriss des alten Papst-Leo-Hauses in Frintrop steht nun der Rohbau des neuen Altenheims. Georg Gal, Geschäftsführer der Nikolaus-Groß-Trägergesellschaft, ist optimistisch, dass der Neubau im November bezugsfertig ist. „Wenn alles gut geht“, schränkt er allerdings ein.

Die Neugestaltung der Altenheim-Landschaft in Frintrop, Borbeck und Vogelheim ist langwierig. Seit fast zehn Jahren bereits plant die 2002 gegründete gemeinnützige Gesellschaft die Erneuerung ihrer Einrichtungen, also des Albert-Schmidt-Hauses und des St. Thomas-Hauses (beide in Vogelheim), des Bertha-Krupp-Hauses in Bedingrade sowie des Papst-Leo-Hauses in Frintrop.

Sicherheitsdienst passt auf

Im Februar 2016 zogen die 110 Bewohner des Frintroper Hauses um – einige ins gerade fertiggestellte St. Maria Immaculata in Borbeck, die meisten in das St. Thomas-Haus nach Vogelheim. Eine Verzögerung bei der Realisierung des Neubaus gab es, als die Landesregierung darauf bestand, dass 80 Prozent der neuen Räume Einzelzimmer sind, und deshalb neu verhandelt und umgeplant werden musste. Im November 2016 einigten sich die Parteien schließlich auf einen Kompromiss. So bekommt das Papst-Leo-Haus nicht – wie ursprünglich geplant – 129 Vollzeitpflegeplätze, sondern nur 86, dafür aber zusätzlich zwei Wohngruppen mit je zwölf Plätzen für Demenzkranke sowie 14 Seniorenwohnungen.

Dreigeschossiges Gebäude

Inzwischen steht der Rohbau des dreigeschossigen Gebäudes. Die Baukräne sind verschwunden, die Fenster inzwischen eingesetzt. Doch so unproblematisch, wie es scheint, ist die Bauphase nicht gelaufen. „Weil sie uns schon die Hälfte der Stromgeräte geklaut haben“, berichtet Georg Gal. Einbrecher hatten die Lage des Hauses genutzt. Obwohl es direkt neben der Dellwiger Wohnbebauung steht, kann man es von der Rückseite, also von der Donnerstraße her, ziemlich unbeobachtet erreichen. „Nachbarn hatten sich wohl gewundert, dass übers Wochenende das Licht aus war, aber von dem Einbruch haben sie nichts bemerkt“, erzählt der Geschäftsführer. Es stellte sich heraus, dass die Einbrecher am Hauptverteilerkasten ein Kabel durchtrennt und die Kabel und Unterverteiler gestohlen hatten. Als die Bauarbeiter zur Arbeit erschienen, hatten ihre Maschinen keinen Saft mehr.

Eine Woche lang hätten die Arbeiten ruhen müssen, bis die Stromversorgung wieder hergestellt war. „Nun wird ein Sicherheitsdienst den Bau noch intensiver bewachen.“

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Auch das Albert-Schmidt-Haus an der Hafenstraße in Vogelheim, das vor zwölf Jahren errichtet wurde, wird den gesetzlichen Vorgaben angepasst.

Es bietet künftig ebenfalls 80 Prozent seiner Kapazitäten in Einzelzimmern an. Das geschieht durch Umbauten im Erdgeschoss. Die Anzahl der Plätze bleibt mit 82 gleich.

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