Begegnungszentrum

In Essen-Altendorf lädt „kreuz + quer“ zu Begegnungen ein

Die Küche ist das Herzstück des neuen Stadtteilzentrums „kreuz + quer“ an der Schmitzstraße in Altendorf. Markus Tiefensee (links), Bernd Nerzak und Julia Fischer laden ein.

Die Küche ist das Herzstück des neuen Stadtteilzentrums „kreuz + quer“ an der Schmitzstraße in Altendorf. Markus Tiefensee (links), Bernd Nerzak und Julia Fischer laden ein.

Foto: Rüdiger Hagenbucher

Essen-Altendorf.  Seit einem halben Jahr treffen sich im Begegnungszentrum der Pfarrei St. Antonius an der Schmitzstraße Menschen unterschiedlichster Herkunft.

Die Tradition der Sprechstunden setzt das „kreuz + quer“ an der Schmitzstraße in Altendorf fort. Seit Oktober ist das neue Stadtteilzentrum der katholischen St. Antonius-Gemeinde in einer ehemaligen Arztpraxis untergebracht. Und wo einst der Onkel Doktor nach den Wehwehchen fragte, kümmert sich künftig „Dr. Technik“ um die Smartphones und Computer der Altendorfer Senioren.

Das Miteinander fördern in Essen-Altendorf

Das Miteinander im Stadtteil Altendorf zu fördern haben sich Markus Tiefensee (46) und Bernd Nerzak (55) vorgenommen. Der eine ist Pastoralreferent der Pfarrei St. Antonius, leitet aber gleichzeitig auch die Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt, sein Kollege ist der Projektmitarbeiter des „kreuz + quer“. „Wir möchten das Zentrum in den Stadtteil öffnen“, erläutert Markus Tiefensee, der voller Begeisterung über das neue Angebot in Altendorf spricht. Zum einen soll es „sozial-caritativ wirken“, also dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Bewohner zu verbessern. Funktionieren soll das über die Förderung des Ehrenamtes. „Wir möchten zu uns Menschen einladen, die über den Tellerrand blicken möchten.“ Dass es gerade auch nur wenige Meter entfernt von der Schmitzstraße auch „seltsame Gruppen“ gibt, sei natürlich bekannt. Grundlage des Zusammenlebens sei immer die demokratische Grundordnung: „Die, die das nicht wollen, schlagen hier aber auch nicht auf.“

Morgens finden im „kreuz + quer“ Sprachkurse statt, angeboten von der Neuen Arbeit der Diakonie. „Ökumene ist nichts Neues hier im Stadtteil“, bekräftigt Markus Tiefensee, der seit einem Jahr mit anderen Glaubensrichtungen auch den ökumenischen Arche-Dialog in Altendorf führt.

Pastoralreferent freut sich: „Wir haben die Hütte voll“

Die Deutschkurse für Flüchtlinge aus Afrika und Syrien seien besonders von Frauen sehr gefragt, weil das Stadtteilzentrum gleichzeitig eine Kinderbetreuung anbieten kann. Mit Julia Fischer und Sonja Klein stellt die Neue Arbeit zwei Kinderpflegerinnen bereit, die sich um den Nachwuchs kümmert, der noch keinen Kita-Platz gefunden hat.

Mit weiteren Angeboten ist die ehemaligen Arztpraxis im Schatten der Kirche St. Mariä Himmelfahrt schon nahezu ausgebucht: Flüchtlingsberatung durchs Diakoniewerk, Aidsberatung des CSE/Caritas, der Weltreligion-Dialog des Katholischen Bildungswerks und der „Freiraum“ als Treffpunkt der Ehrenamtlichen. „Wir haben die Hütte voll“, freut sich Bernd Nerzak, der 18 Jahre lang den BDKJ in Gelsenkirchen leitete.

Platz ist aber noch für eine „Kerle“-Gruppe für sechs bis zehnjährige Jungs, die nun gegründet wird analog zur „Perle“ für Mädchen in der Nachbarschaft. Basteln, Spiele und Kochen sind nur drei Ideen, die ebenfalls in diesem Frühjahr im „kreuz + quer“ umgesetzt werden sollen.

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