Illegale Firmen

Ripshorster Straße noch stärker im Blick der Ordnungsbehörde

Blick ins Gewerbegebiet Ripshorster Str. vom Standort S-Bahnhof Dellwig am Freitag, den 17.11.2017; hier hat man einen Überblick über das Problemgebiet mit den vielen Autoschraubern; Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Foto: Socrates Tassos

Blick ins Gewerbegebiet Ripshorster Str. vom Standort S-Bahnhof Dellwig am Freitag, den 17.11.2017; hier hat man einen Überblick über das Problemgebiet mit den vielen Autoschraubern; Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services Foto: Socrates Tassos

Essen-Borbeck/Dellwig.   Bezirksvertreter und Ordnungsamt trafen sich zum Gedankenaustausch über das weitere Vorgehen im Großraum Borbeck. Politiker sind zuversichtlich.

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Probleme gibt es im Großraum Borbeck genug: das Gewerbegebiet Ripshorster Straße, freilaufende Hunde in den Parks, heruntergekommene Spielplätze, Autos in der Fußgängerzone, um nur einige zu nennen. Themen, über die die Bezirksvertreter dringend mit dem Ordnungsamt sprechen möchten.

Dagegen stand aber bisher der Eindruck, dass die städtische Behörde nicht unbedingt dialogbereit sei, wie mehrfach kritisiert wurde. Doch nun kam es zu einem „informellen Austausch“ zwischen Ordnungsamt und den Fraktionen mit Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier. Über den Inhalt des Gesprächs, so wurde vereinbart, soll die Öffentlichkeit nichts erfahren. Wohl auch, um die Strategie der Stadt in Bezug auf die Ripshorster Straße nicht aufzudecken.

Ähnliche Strategie wie bei Schrottimmobilien

Wie die Strategie aussehen könnte, hatte Ordnungsamtsleiter Jörg Stratenwerth in der Bezirksvertretung angedeutet: Gegen illegale Betriebe auf dem unübersichtlichen Gelände müsse vorgegangen werden wie gegen Schrottimmobilien, also mit Polizei, städtischen Behörden und auch dem Zoll. Die Razzia vor einigen Wochen habe jedenfalls „Eindruck hinterlassen“.

Was sie im Rathaus hörten, gefiel den Politikern. Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier (SPD): „Was sie vorhaben, finden wir sehr gut.“ Und Thorsten Drewes (Grüne): „Es war ein konstruktiver Dialog. Da kommt jetzt Bewegung hinein.“

„Rechtsfreie Zone“ wird befürchtet

Die mahnt die Bezirksvertretung seit langem für den Dellwiger Bahnhof an. Auf dem Parkplatz an der Donnerstraße beobachtet insbesondere Thorsten Drewes nahezu jeden Morgen auf dem Weg zur S-Bahn abgestellte Fahrzeuge ohne Kennzeichen. Er melde sie regelmäßig dem Amt – auch gestern wieder. Weil er über Tage und Wochen aber nie eine Aufforderung vorfand, die Autos zu beseitigen, befürchtet er eine „rechtsfreie Zone“.

Doch wie schwierig es für das Ordnungsamt ist, gegen die Flut von Altautos vorzugehen, wird deutlich am Beispiel eines Lastwagens. Er hatte ein polnisches Kennzeichen, aber keine Umweltplakette. Als das Amt ihn nach einem Hinweis kontrollieren wollte, war der Lastwagen weg – dafür standen zwei andere Fahrzeuge da. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren musste jedoch eingestellt werden, weil der Käufer unbekannt war. Und das zweite Fahrzeug war bei einer zweiten Kontrolle auch nicht mehr da. Kein Wunder also, dass hier schon lange kein Auto mehr abgeschleppt worden ist, obwohl das abschreckend wirke. Aber gesetzte Fristen würden genutzt, die Autos einfach woanders hinzustellen. Weil das Geschäft also so schwierig ist, wehrt sich Jörg Stratenwerth gegen den Eindruck, den Klaus Dieter Pfahl (CDU) äußerte: „Die Ordnungsamtsmitarbeiter tun nichts.“

>>>>>Info: Polizeibezirksbeamte stellen sich vor

Seit Herbst ist mit Hauptkommissar Werner Molitor ein neuer Bezirksbeamter in Borbeck tätig. Dass er einen genaueren Blick auf die Fußgängerzone wirft, wird von Bezirksvertretern sehr positiv gesehen.

Am kommenden Dienstag, 13. März, um 17 Uhr tagt das Gremium wieder. Dann stellen sich weitere Polizeibezirksbeamte im Bezirk IV vor.

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