Dauerbaustelle

Brückenbaustelle in Essen-Frohnhausen noch bis Ende März

Aktuell wird auf der Hausackerbrücke gearbeitet. Straßen.NRW hofft, dass Ende März endlich wieder freie Fahrt herrscht.

Aktuell wird auf der Hausackerbrücke gearbeitet. Straßen.NRW hofft, dass Ende März endlich wieder freie Fahrt herrscht.

Foto: Klaus Micke / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Hausackerbrücke in Essen-Frohnhausen ist seit drei Jahren eine Dauerbaustelle. Jetzt hofft Straßen.NRW für Ende März auf ein Ende.

Dauerbaustelle Hausackerbrücke in Frohnhausen: Ab Ende März soll der Verkehr wieder ohne Behinderung die A 40 überqueren können. Ob es tatsächlich so kommt? Dafür möchte niemand die Garantie übernehmen.

„Wir arbeiten sicher“, versichert das Straßenbauunternehmen Strabag aus Köln auf seinem Bauzaun an der Leipziger Straße. Doch ob auf der Brücke mit Sicherheit gearbeitet wird, das fragen sich viele Bürger, die sich hier täglich mit dem Auto oder dem Fahrrad durch die Baustelle quälen müssen. Denn oft tut sich gar nichts zwischen Hausacker- und Leipziger Straße. Das Stille Örtchen trägt dann seinen Namen zurecht.

Baustelle in Essen-Frohnhausen geht jetzt ins vierte Jahr

Das war am Mittwoch anders. Da ratterte das Stromaggregat, rollte der Schaufellader über die Baustelle, ging der Bauleiter energisch ans Werk. Aber das war in den vergangenen Monaten längst nicht immer so, wie Bauingenieurin Jutta Swadlo klagt. Sie ist Projektleiterin bei Straßen.NRW und geht mit der Baustelle inzwischen in ihr viertes Jahr. „Wenn wir das alles vorher gewusst hätten, hätten wir die Brücke besser abgerissen und neu gebaut“, stöhnte sie bereits im vergangenen Sommer. „Es gibt eben Baustellen, da ist der Wurm drin.“

Denn ursprünglich sollte nur die Fahrbahn auf der Brücke saniert werden. Der Auftrag dazu wurde 2016 erteilt, mit fünf Monaten Bauzeit wurde gerechnet. Doch als dann das Innenleben der Brücke offengelegt wurde, jagte eine schlechte Nachricht die andere. Abbröckelnder Beton und verrostete Lager waren nur der Anfang, schwierige Abstimmungen zwischen Baufirma und Viag/Ruhrbahn wegen der Straßenbahn kamen dazu.

Auf der A 40 wurden die Beschränkungen im Herbst 2019 aufgehoben

So waren Straßen.NRW und mit ihr auch Tausende von Autofahrern froh, dass im Herbst 2019 wenigstens die Beschränkungen auf der A 40 unterhalb der Brücke beseitigt werden konnten. Die Hoffnung, dann auch auf der Brückenoberfläche zu Potte zu kommen, erfüllte sich hingegen nicht. Alle genannten Termine wurden nicht eingehalten. Jutta Swadlo glaubt, den Grund zu kennen: „Die Firmen verdienen mit dem Brückenbau ihr Geld. Danach, wenn wir schon lange aus dem Bauvertrag heraus sind, dann bin ich auf Good-will angewiesen. Ich hänge da am Fliegenfänger.“

Dabei müsste im Vergleich zum ursprünglichen Umfang der Arbeiten nur noch „Kleinkram“ erledigt werden, etwa die Ampelmasten aufgestellt und weitere Fahrbahnen asphaltiert werden. „Außerdem diskutierten wir über Pflastersteine“, stöhnt die Projektleiterin. Dass das Wetter nur selten mitspielt, um die Arbeiten zu beschleunigen, ist gängiges Stöhnen auf Baustellen: „Mal ist es zu kalt, mal ist es zu nass.“

Baufirma Strabag kündigt Stellungnahme für Donnerstag an

Nachdem es schon mit Weihnachten nicht geklappt hat, hofft Jutta Swadlo nun auf das nächste große Fest: „Ursprünglich wollten wir Weihnachten fertig werden. So, wie sie die Baustelle bedient haben, sage ich jetzt: Ostern.“

Die Baufirma Strabag aus Köln kündigt ihre Stellungnahme für Donnerstag an.

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