Kriminalität

Bundespolizei vollstreckt mehrere Haftbefehle im Ruhrgebiet

Die Bundespolizei konnte am Wochenende mehrere Haftbefehle vollstrecken.

Die Bundespolizei konnte am Wochenende mehrere Haftbefehle vollstrecken.

Foto: Bundespolizei

Essen/Dortmund/Bad Oeynhausen.   Nach den Festnahmen gingen die Gerichtskassen leer aus. Doch die Gefängnisse bekamen Zuwachs. Die Gesuchten konnten Geldstrafen nicht bezahlen.

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Haftbefehle im „Wert“ von knapp 9000 Euro haben Bundespolizisten am Wochenende vollstreckt. Doch die Gerichtskassen gingen leer aus, dafür bekamen die Gefängnisse Zuwachs. Denn die Gesuchten konnten nicht zahlen und landeten deshalb in Justizvollzugsanstalten, berichtete die Behörde am Montag.

Zu der ersten Festnahme kam es am Samstag gegen 7 Uhr im Essener Hauptbahnhof. Ein 34-jähriger polnischer Staatsangehörige wurde überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl des Bochumer Amtsgerichts vorlag. Er war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Geldstrafe von 2475 Euro verurteilt worden. Weil er den Betrag nicht zahlen konnte, wurde er später in die Essener JVA eingeliefert. Bei seiner Durchsuchung wurden dann noch Amphetamine sichergestellt, was ihm zusätzlich ein Strafverfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes einbrachte.

Fahren ohne Erlaubnis und Trunkenheit im Verkehr

Gegen 9.45 Uhr am selben Tag kontrollierten Bundespolizisten einen 21-jährigen Mann aus Litauen bei dem Versuch aus London am Dortmunder Flughafen einzureisen. Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle stellte sich heraus, dass er vom Amtsgericht Bad Iburg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 951,02 Euro verurteilt worden war. Weil auch er den geforderten Geldbetrag nicht aufbringen konnte, lieferten Bundespolizisten ihn in die Dortmunder JVA ein.

Im Rahmen der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle eines Fluges nach Kiew in der Ukraine überprüften Bundespolizisten ebenfalls am Samstag einen 43-jährigen Litauer. Wie sich herausstellte wurde der Mann mit einem Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichts in Biberach an der Riß gesucht. Dieses hatte ihn wegen Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Da er den geforderten Betrag nicht zahlen konnte, wurde er später in die Dortmunder JVA eingeliefert.

Im Dortmunder Hauptbahnhof kamen Bundespolizisten am frühen Sonntagmorgen einem 56-jährigen Kosovaren auf die Spur. Der in Goslar gemeldete Mann wurde mit einem Haftbefehl des Amtsgerichts Goslar gesucht. Der Mann war wegen fahrlässigen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 517 Euro verurteilt worden. Weil er den Betrag nicht zahlen konnte, wurde der mit 1,7 Promille alkoholisierte Kosovare in die Dortmunder JVA eingeliefert.

Etwa acht Stunden später kontrollierten Bundespolizisten eine 30-jährige Rumänin nach einem Flug von Bukarest nach Dortmund. Dabei stellte sich heraus, dass gegen die Frau, die mit ihrem 2-jährigen Sohn einreisen wollte, ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Osnabrück vorlag. Sie war zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Da die Frau nachwies, dass sie mit ihrem Sohn eine dringende Untersuchung in einer Spezialklinik in Bad Oeynhausen wahrnehmen müsse, setzte die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl unter Auflagen außer Kraft gesetzt. Anschließend wurde der Frau die Einreise gestattet.

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