Corona

Corona in Essen: Ärztin wendet sich an Coronaleugner

Notärztin Carola Holzner - bei Facebook als Doc Caro bekannt - hat sich mit emotionalen Worten an Coronaleugner gewendet. (Archivbild)

Notärztin Carola Holzner - bei Facebook als Doc Caro bekannt - hat sich mit emotionalen Worten an Coronaleugner gewendet. (Archivbild)

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Mit emotionalen Worten hat sich Doc Caro, Essener Rettungsärztin, auf Facebook an Corona-Leugner gewendet. „Ich bin sauer“, schreibt sie dort.

  • Mit emotionalen Worten hat sich die Essener Rettungsärztin Doc Caro auf Facebook an Corona-Leugner gewendet. „Ich bin sauer“, schrieb sie auf Facebook. Nicht nur in Essen ist die leitende Notärztin im Einsatz: In Ausnahmefällen - also in besonderen Notlagen oder bei Unfällen, ist sie auch in Mülheim vor Ort.
  • Denn auch in Essen stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark. Die Stadt galt am Wochenende als Risikogebiet, da die Sieben-Tage-Inzidenz die 50er-Marke übertroffen hatte. Am Dienstag sanken die Zahlen, aber nur leicht unter die 50er-Marke.
  • Doch nicht nur die Inifzierten-Zahlen nehmen zu. Auch die Universitätsmedizin Essen verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Corona-Patienten.

Rettungsärztin Carola Holzner - auch als Doc Caro bekannt - hat sich am Wochenende mit emotionalen Worten an ihre Facebook-Follower gewendet. „Ich bin sauer. 24h Notaufnahme, keinen Schlaf, fast stündlich Covid Patienten“, schreibt die Ärztin, die in der Essener Uni-Klinik arbeitet. Ihr Frust allerdings richtet sich nicht gegen die Patienten, sondern gegen „Corona-Leugner und Corona-Verschwörungstheoretiker“.

„Die 2. Welle kommt nicht. Sie ist da. Wenn es Corona doch nicht gibt? Was sehe ich dann eigentlich den ganzen Tag in der Notaufnahme?!“, schreibt Doc Caro.

Corona in Essen: Ärztin wendet sich an Coronaleugner

Wie fast überall in NRW steigen auch in Essen die Corona-Zahlen weiter an: Seit dem Wochenende gilt die Stadt als Corona-Risikogebiet. Das Robert Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz für Essen am Montag mit 61,8 an. So gelten in der Stadt seit Montag strengere Regeln: Unter anderem private Feiern sind nur noch mit maximal 25 Gästen erlaubt, in öffentlichen Gebäuden herrscht Maskenpflicht. 383 derzeit infizierte Personen zählt die Stadt.

Und auch in der Universitätsmedizin Essen steigt die Zahl der Corona-Patienten. Wurden am Freitag 36 Personen stationär betreut - 13 davon auf der Intensivstation, sind es am Montag 53 Personen - 15 davon auf der Intensivstation. Zum Vergleich: Mitte September waren es insgesamt 19 Patienten, fünf davon wurden auf der Intensivstation betreut.

Corona in Essen: Zahl der Patienten nimmt zu

Auch wenn die Zahlen noch weit von einer Auslastung entfernt sind - insgesamt stehen etwas mehr als 200 Intensivbetten zur Verfügung – appelliert ein Sprecher der Universitätsmedizin Essen, „sich im Sinne der Mitarbeiter und der Menschen selbst an die geltenden Regeln zu halten“. In den vergangenen Tagen sind die Zahlen deutlich angestiegen. „Das ist die Folge, dass sich bei den Leuten ein gewisser Leichtsinn eingeschlichen hat“, erklärt ein Sprecher.

„Jeder Covid Patient, der schlimm erkrankt ist, ist einer zu viel“, schreibt Doc Caro auf Facebook. „Wieso glaubt ihr dann Ärzten nicht, die live diese Patienten behandeln, dass auch Covid gefährlich sein kann?“

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