Kino

Corona: Lichtburg Essen muss auf neuen James Bond warten

Erst am 13. November wird der neue James Bond in der Essener Lichtburg zu sehen sein.

Erst am 13. November wird der neue James Bond in der Essener Lichtburg zu sehen sein.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  In Asien sind viele Kinos dicht, der neue James Bond ist nach dem Coronavirus-Ausbruch verschoben worden. Das trifft auch die deutschen Kinos.

Der Filmstart des neuen James Bond Films „Keine Zeit zum Sterben“ ist von Universal Pictures verschoben worden. „Der Vorverkauf lief gut“, sagt Bernhard Wilmer, Theaterleiter der Lichtburg Essen. Nun würde das Kino alle bereits erworbenen Karten stornieren. Im Laufe des Donnerstags wurden Wilmer und die Lichtburg über den neuen Starttermin des Films informiert, die Meldung allerdings war zu dem Zeitpunkt schon von einigen Medien veröffentlicht worden. Laut denen sei der Coronavirus schuld an der Verschiebung.

Coronavirus: Marketingkampagne des Films abgeblasen

„Vonseiten des Verleihs ist die Entscheidung nachvollziehbar“, sagt Wilmer. Denn bei der Absage ginge es nicht um den europäischen Markt, sondern um den asiatischen. „Dass ist der wichtigste Markt überhaupt“, erklärt der Theaterleiter. Bereits vor einigen Wochen sei die Marketingkampagne in China abgeblasen worden. „Da hätte man aufhorchen können“, sagt Wilmer.

Denn im asiatischen Raum sind durch den Ausbruch des Coronavirus viele Kinos geschlossen worden. Daran hätte sich bis Anfang April wohl auch nicht mehr viel geändert. „Nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes“ sei Universal zu dem aktuellen Entschluss gekommen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Neuer Starttermin für den Film: der 12. November 2020.

„Beobachten die Lange engmaschig“

Und der deutsche Kinomarkt? „Umsatzeinbußen aufgrund des Coronavirus sind uns aktuell nicht bekannt“, erklärt Christine Berg, Vorstand des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater (HDF). Nach eigener Aussage repräsentiert der HDF etwa 80 Prozent der Leinwände in Deutschland und bilde somit die zentrale Interessensgemeinschaft.

„Wir beobachten die aktuelle Lage engmaschig, um unsere Empfehlungen an unsere Mitglieder kontinuierlich auf die Entwicklung abzustimmen“, sagt Berg weiter. „Sollten einzelne Kommunen zu intensivierten Empfehlungen oder Auflagen greifen, empfehlen wir selbstverständlich, diese in den Kinos vor Ort – genauso wie hoffentlich auch an allen anderen öffentlichen Veranstaltungsorten – umzusetzen.“

Für Wilmer sei es schwer zu sagen, ob weniger Zuschauer in die Lichtburg nach Essen kommen würden. „Ich kann ja nur die Leute fragen, die kommen“, sagt er. Die Veranstaltungen am Dienstag und am Samstag um „Die Känguru-Chroniken“ seien beispielsweise gut besucht gewesen. Zum Seniorenkino am Donnerstag „sind vom Gefühl her nicht alle gekommen, die Karten gekauft hätten“, sagt Wilmer.

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