Gastronomie

Das Essener Südviertel bekommt zwei neue hippe Restaurants

Die Theke im vorderen Bereich der „Snack’n’Roll Garage“ von Joschka Glod ist ein Stahlgestell in Form eines Trucks. Die drei Öltonnen dienen als Stehtische, an denen man die Speisen „aufe Hand“ verzehren kann.

Foto: Stefan Arend

Die Theke im vorderen Bereich der „Snack’n’Roll Garage“ von Joschka Glod ist ein Stahlgestell in Form eines Trucks. Die drei Öltonnen dienen als Stehtische, an denen man die Speisen „aufe Hand“ verzehren kann. Foto: Stefan Arend

Südviertel.   In einem ehemaligen Tattoostudio betreibt Joschka Glod die „Snack’n’Roll Garage“. „Tofino“-Chef Winter plant neues Lokal in der „Viertelliebe“.

Seit nunmehr fast vier Jahren tourt Joschka Glod mit seinem „Snack’n’Roll“-Foodtruck durch das Ruhrgebiet und stillt seitdem vornehmlich den Hunger seiner Kunden mit Burgern und Pommes. Nach etlichen Kilometern im Foodtruck (die auch nach wie vor gefahren werden) geht es für den 32-Jährigen zurück an den Herd einer Küche an einem festen Standort.

Dieser befindet sich an der Rellinghauser Straße 173, wo Joschka Glod am Freitag in einem ehemaligen Tattoostudio seine „Snack’n’Roll Garage“ eröffnete.

Gastronom renoviert „Snack’n’Roll Garage“ großteils in Eigenregie

Da es sich um eine Nutzungsänderung des Objektes handelte, musste der Gastronom zunächst etwa ein halbes Jahr auf eine Baugenehmigung warten. Als die endlich kam, gingen die fast fünfmonatigen Renovierungsmaßnahmen los; die meisten in Eigenregie.

Neue Böden wurden verlegt. Eine Profi-Küche, die den strengen Auflagen des Ordnungsamtes gerecht wird, wurde installiert, die Elektronik komplett überholt, Wände wurden herausgerissen, neue, auch barrierefreie, Toiletten gebaut, und, und, und.

Auch die Möbel baute der Gastronom selbst

Einen Teil seiner Möbel baute der gelernte Koch Joschka Glod auch selbst. Die rustikalen Tische aus Holzbohlen stammen zum Beispiel aus seinen Händen. Herausgekommen ist ein Laden, der sowohl das Rock’n’Roll-Motto aufgreift, etwa mit selbst designten Lampen aus Motorradtanks oder Schlagzeugbecken, als auch ein bisschen an eine Garage erinnert.

So ist die Theke im vorderen Bereich ein Stahlgestell in Form eines Trucks, die drei Öltonnen dienen als Stehtische, an denen man die Speisen „aufe Hand“ verzehren kann.

„Aufe Hand“ und „Aufe Gabel“

„Aufe Hand“ steht hier für Streetfood, also Burger wie man sie vom „Snack’n’Roll“-Foodtruck kennt. „Aufe Gabel“ lautet hingegen das Motto im hinteren Bereich, im Restaurant. Da liest sich die Speisekarte dann schon ganz anders. Hier kommt Fisch oder auch mal ein Rinderfilet auf die Teller.

„Darauf freue ich mich jetzt am meisten: Endlich kann ich mal wieder richtig kochen und mich kreativ austoben“, lacht der frischgebackene Restaurantbetreiber, der vor seiner Selbstständigkeit in einem renommierten Hamburger Steakhaus arbeitete.

Sein Konzept erklärt er so: „Während man vorne mal eben schnell einen Burger verspeist, kann man im Restaurantbereich auch mal gediegen den Jahrestag mit der Freundin bei uns feiern.“

>>>Neue Gastronomie in der „Viertelliebe“

Einige Meter weiter wird derzeit noch kräftig gewerkelt. Ebenfalls mit dem Ziel, in Zukunft flüssige und feste Nahrung anzubieten. Das Ganze in der ehemaligen „Viertelliebe“.

Dank Patrick Winter tut sich hier in dem Haus an der Hildegardstraße 1 (in dem vor exakt einem Jahrhundert zum ersten Mal Gastronomie betrieben wurde) endlich wieder was.

Neues Projekt des „Tofino“-Chefs

Schon lange hat der Gastronom, der seit fünf Jahren erfolgreich seine „Tofino“-Burgerbude an der Witteringstraße führt, ein neues Projekt im Kopf, schaute sich zahlreiche Ladenlokale, sogar in anderen Städten, an. Letztendlich hänge aber sein Herz am Südviertel: „Hier weiß ich, was ich habe und mit welchen tollen Nachbarn ich es hier zu tun habe.“

Aktuell ist Patrick Winter quasi hauptberuflich Bauherr einer Großbaustelle, denn auch dieser Laden wird von Grund auf saniert und renoviert. Lediglich die grüne Farbe an den Wänden, noch nicht verlegte Holzdielen und grafische Zementfliesen auf dem Boden im Thekenbereich lassen vermuten, in welche Richtung das Interieur von „The Oak“ (Die Eiche) gehen wird.

Kein weiterer Burgerladen

Einen weiteren Burgerladen wird Winter hier nicht in Betrieb nehmen. „Es wird auch kein Mexikaner“, sagt er zu Gerüchten über seinen zukünftigen Laden. In der Küche werden zwar unter anderem Tacos und Burritos zubereitet, aber auch viele weitere dem Streetfood angelehnte Speisen.

Was das kulinarische Angebot anbelangt, hat sich Winter aus verschiedenen Ländern inspirieren lassen. Auch bei der Wahl der Biere: Neben einigen festen Sorten werden auch wechselnde Craftbiere durch die Zapfhähne fließen. Bis es soweit ist, werden allerdings noch ein paar Wochen vergehen. Die Eröffnung soll im März oder April sein.

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