Polizei

Der Fahndungsdruck nach tödlichem Unfall in Altenessen wird größer

Nach einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht vor einer Woche in Essen sucht die Polizei auf Hochtouren nach Hinweisen. Foto: Sebastian Konopka

Nach einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht vor einer Woche in Essen sucht die Polizei auf Hochtouren nach Hinweisen. Foto: Sebastian Konopka

Foto: WAZ FotoPool

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Essen.Exakt eine Woche nach dem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht auf der B 224 kontrollierte die Polizei hunderte Autofahrer.

Es war eine stundenlange Nacht- und Sturmaktion, und sie ist bislang beispiellos für die Ermittlungsarbeit der Essener Polizei: Auf die Stunde genau exakt eine Woche nach dem für einen 58-Jährigen tödlichen Unfall mit Fahrerflucht auf der Gladbecker Straße in Altenessen-Nord hat die fünfköpfige Ermittlungskommission (EK) „B 224“ den Fahndungsdruck gestern massiv erhöht.

Auf der Suche nach Spuren, Hinweisen, Verdächtigen und weiteren Zeugen des Horror-Crashs wurden in der Nacht zum Freitag 400 Fahrzeuge vom Pkw bis zum Lkw an Kontrollstellen stadtein- wie -auswärts vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und die Fahrer befragt.

Fahrzeug mit einer senkrechten flachen Front

Die Suche nach dem Unbekannten, der den alleinstehenden Essener auf dem Gewissen hat, läuft auf Hochtouren, und die ungewöhnliche Massen-Kontrolle hat der Polizei möglicherweise neue Ansätze geliefert. Dafür gibt es zumindest ein Indiz: 54 Lastwagen und 26 Autos werden in den nächsten Tagen noch einmal genauer unter die Lupe genommen, kündigte Jörg Urland, Leiter der EK „B 224“, gestern gegenüber der NRZ an.

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass der 58-Jährige, der von einem Treffen mit Bekannten auf dem Weg nach Hause war, von einem Fahrzeug mit einer senkrechten flachen Front erfasst und tödlich verletzt wurde, bevor der Passat eines 22-Jährigen die Leiche des Mannes überrollte.

Jeder noch so kleine Hinweis hilft

Dies habe das bei der Obduktion entdeckte Verletzungsbild ergeben, sagt Urland. Gesucht werde deshalb nach einem Fahrzeug, das mindestens die Größe eines Vans oder Kleintransporters hat. Auszuschließen sei aber auch nicht, dass der Fußgänger in der Nacht zum 2. Dezember von einem 40-Tonner erfasst worden sein könnte. An der Leiche des Altenesseners sind keine Fahrzeugspuren gefunden worden.

Über die nächtliche Kontroll-Aktion versucht die Polizei in der Hoffnung auf den entscheidenden Hinweis zusätzlich mit großflächigen Plakaten, die das Tiefbauamt am Unfallort aufgestellt hat, das Erinnerungsvermögen möglicher Zeugen zu befördern. Zettel hängen auch im Alleecenter und an Bushaltestellen. Jeder noch so kleine Hinweis kann dazu führen, dass der Unfallfahrer aus dem Verkehr gezogen wird. Hinweise unter Tel.: 829-0.

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