Vereinsjubiläum

Der SC Phönix Essen feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen

1. Vorsitzender Winfried Schwätzer, Geschäftsführerin Birgit Pillen,  Melanie Marks als Phönix, und Fußballobmann Uwe Hoffmann als Vertreter der drei Abteilungen, (von links), präsentieren das neue Vereinslogo. Der Verein hat seine Logos nun vereinheitlicht.

1. Vorsitzender Winfried Schwätzer, Geschäftsführerin Birgit Pillen, Melanie Marks als Phönix, und Fußballobmann Uwe Hoffmann als Vertreter der drei Abteilungen, (von links), präsentieren das neue Vereinslogo. Der Verein hat seine Logos nun vereinheitlicht.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen.  Der SC Phönix Essen feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen. Die Handballer spielten mal in der Bundesliga. Heute ist er ein Breitensportverein.

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Das Wetter war dem Anlass nicht angemessen. Bei Nieselregen enthüllte Bezirksbürgermeister Klaus Persch, selbst als Jugendlicher als Handballer beim SC Phönix am Ball, das große, neue Club-Logo an der Stirnwand des Vereinsheims an der Raumerstraße. Der schwarze Vogel hat sich sichtbar gemausert. Kommunikationsdesignerin Sonja Reddig aus der Volleyballabteilung hat dem in den Clubfarben Grün und Schwarz gehaltenen Logo allgemein ein modernes Outfit verpasst, das wohl auch den Gründervätern gefallen hätte. Dazu gesellt sich im Jubiläumsjahr ein Maskottchen: ein Adler.

Als SC Adler Essen-West wurde der Club in Frohnhausen gegründet

Man schrieb das Jahr 1920. Eine Gruppe junger Männer, die regelmäßig auf dem Rüdesheimer Platz Fußball spielte, gründete den Verein unter dem Namen SC Adler Essen-West – daher der Vogel im Logo. 1924 wurde der Verein als SC Phönix Essen in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen. Namensgeber war allerdings nicht das antike, mystische Federvieh, das aus der Asche zu neuem Leben in die Höhe emporstieg. Nein, es war viel weltlicher. Der Club wurde nach der Phönix-Brauerei, die spätere Stern-Brauerei, benannt.

Die Gründerväter waren Fußballer. Den Vereinsnamen machte allerdings die 1933 gegründete Handball-Abteilung in der deutschen Sportszene bekannt. 1970 stieg Phönix in die zweigeteilte erste Liga auf. Spielertrainer war kein Geringerer als Petre Ivanescu, späterer Tusem-Meistermacher und Nationalcoach. Sieben Spielzeiten hießen die Gegner der Phönix-Handballer, die zeitweise auch vom „Magier“ und Weltmeistertrainer Vlado Stenzel gecoacht wurden, THW Kiel oder VfL Gummersbach. 6000 Zuschauer kamen zu Heimpartien, um Essener Akteure wie Heinz Oberscheidt spielen zu sehen. Heutzutage heißen die Gegner Winfried Huttrop und SuS Haarzopf.

Die „Goldene Zeit“ gilt heute eher als Ausrutscher

„In meinen Augen war das damals nicht die goldene Zeit, sondern eher ein Ausrutscher nach oben“, erklärt Winfried Schwätzer. Der 59-Jährige, der selbst in der Jugend bei Phönix Handball spielte, ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Gesamtvereins. Seit zwei Jahrzehnten leitet er die Handballabteilung.

Schön war sie aber doch, die Bundesligazeit vor über 40 Jahren. „Klar, auch ich bin mit einem Fähnchen zu den Heimspielen in die Gruga-Halle gegangen“, sagt Schwätzer. Der Verein erlebte damals mit über 1000 Mitgliedern seine Blüte.

Die Fußballer und Handballer spielen heute jeweils in der Bezirksliga. Profi- oder Halbprofitum sind nicht das Ding des SC Phönix. Der Verein mit seinen knapp 600 Mitgliedern lebt vom ehrenamtlichen Engagement. „Wir sind ein Breitensport- und Vorortverein, dessen Abteilungen sich stark in der Jugendarbeit engagieren“, sagt Winfried Schwätzer. Mit Stolz fügt er hinzu: „Junge Leute melden sich zu Wort und streben sogar Führungspositionen an.“

Neben Fußball und Handball, bei denen es auch Frauenteams gibt, gehört schon eine Turnabteilung zum SC Phönix. Aus ihr ging 1981 die Volleyballabteilung hervor. Die Tennisabteilung gibt es im Jahr der 100-Jahr-Feier allerdings nicht mehr.

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