Leerstand

Die Initiative zur Belebung Holsterhausens formiert sich

Die Leerstände an der Gemarkenstraße haben in den vergangenen Monaten zugenommen.

Foto: Klaus Micke

Die Leerstände an der Gemarkenstraße haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Foto: Klaus Micke

Essen-Holsterhausen.  Nach der Idee des Hausbesitzers Harald Hagen, bürgerschaftliches Engagement im Stadtteil zu organisieren, steht der Termin für das erste Treffen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Noch gibt es sie gar nicht, die Initiative, die in Holsterhausen für Belebung und neue Impulse sorgen soll. Doch seit der Hausbesitzer und ehemalige Polizist Harald Hagen seine Idee von einem Engagement der Bürger öffentlich gemacht hat, spricht man vielerorts im Stadtteil darüber. „Ich habe mehrere Dutzend Anfragen von Leuten, die sich beteiligen wollen“, sagt Hagen. Nach der nötigen Vorarbeit kann er die Interessierten nun zu einem ersten Treffen einladen: am Dienstag, 20. März, um 19 Uhr im Universitätsklinikum.

Der Veranstaltungsort ist nicht zufällig gewählt, hier hat Harald Hagen für seine Idee bereits Unterstützung gefunden. „Die Universitätsklinik ist ein überregionales und internationales Unternehmen – und in Holsterhausen der größte Arbeitgeber“, erzählt Hagen. Tausende Menschen würden sich allein wegen der Klinik im Stadtteil bewegen: Mitarbeiter, Patienten, Besucher. „Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Jochen Werner habe ich schnell gemerkt, dass ihm dieser Umstand bewusst ist. Er hat sich bereiterklärt, die Initiative zu unterstützen“, sagt Hagen. Die Klinik habe logistische Hilfe für weitere Veranstaltungen zugesagt.

Auch Wohnungsgesellschaften zeigen Interesse

Mit einem solchen Partner nehme die Planung noch einmal zusätzlich Fahrt auf, erklärt Hagen. „Positive Gespräche hatte ich auch schon mit Wohnungsgesellschaften und Vermietern. Und das Kulturbüro der Stadt hat mir den Kontakt vermittelt zu einer Initiative, die schon leerstehende Läden an Künstler vermittelt, die dort ausstellen können.“ Das wünscht sich Hagen auch für die Gemarkenstraße. „Man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden. Die haben ein Leerstandsregister aufgebaut, das braucht man, und ich weiß jetzt auch, wie die Nutzungsverträge aussehen müssen. Das ist leicht übertragbar.“

Überhaupt geht es Harald Hagen nun darum, schnell mit der praktischen Arbeit zu beginnen. Deshalb hofft er darauf, dass sich bei dem Treffen im Universitätsklinikum erste kleine Gruppen zusammenfinden, die sich engagieren wollen. „Nehmen wir mal das Thema Sauberkeit, da kann man sofort anpacken. Wir holen uns die Informationen, wie es zum Beispiel Initiativen im Norden gemacht haben, lernen davon und setzen es auch bei uns in Holsterhausen um“, sagt Hagen.

Sicherheit, Sauberkeit und Veranstaltungen sind die Themenbereiche, bei denen der Holsterhauser noch Potenzial im Stadtteil sieht und über die er im Klinikum reden möchte. Hier könne man bei entsprechendem Engagement auch schnell erste Erfolge vorzeigen. „Dafür müssen nur Leute Verantwortung übernehmen. Es muss ja was passieren.“

>>> Erstes Treffen am 20. März im Universitätsklinikum

Harald Hagen lädt interessierte Bürger, Vermieter, Geschäftsleute und Arbeitgeber, die sich in Holsterhausen engagieren wollen, zu einem ersten Treffen ein.

Es findet am Dienstag, 20. März, um 19 Uhr im Universitätsklinikum, Hufelandstraße 55, statt. Der Weg zum Saal ist ausgeschildert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik