Widerstand

Einsatz gegen Schwarzfahrer eskaliert im Hauptbahnhof Essen

Nach einer Widerstandshandlung musste ein Schwarzfahrer mit auf die Bundespolizeiwache im Essener Hauptbahnhof.

Nach einer Widerstandshandlung musste ein Schwarzfahrer mit auf die Bundespolizeiwache im Essener Hauptbahnhof.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  20-Jähriger ohne gültiges Ticket hatte sich auf der Zugtoilette eingeschlossen. Als er erwischt wurde, leistete er Widerstand gegen Polizisten.

Eine Identitätsfeststellung nach einer Schwarzfahrt ist am Dienstagabend im Essener Hauptbahnhof eskaliert. Wie die Bundespolizei am Mittwoch berichtete, hatte sich ein 19-jähriger Essener auf einer Zugtoilette eingeschlossen. Gegen seine Mitnahme zur Bundespolizeiwache sperrte er sich. Zudem versuchte sein Begleiter, ihn zu befreien.

Gegen 21.30 Uhr waren die Einsatzkräfte zu einer Personalienfeststellung am RE 11 gerufen worden. Dort sollte sich ein Mann auf der Zugtoilette eingeschlossen haben, mutmaßlich um so der Fahrausweiskontrolle zu entgehen. Noch vor dem Eintreffen des Zuges im Essener Hauptbahnhof hatte ein Bahnmitarbeiter das stille Örtchen geöffnet. Darüber echauffierte sich der 19-Jährige dermaßen, dass eine normale Kommunikation mit ihm nicht möglich war.

Der Schwarzfahrer wurde überwältigt und gefesselt

Da sich der Essener zudem gegenüber den Bundespolizisten aggressiv verhielt, sollte er zur Sachverhaltsklärung zur nahe gelegenen Wache gebracht werden. Auf dem Weg dorthin leistete er erheblichen Widerstand, sodass er überwältigt und gefesselt wurde. Während dieser Maßnahmen versuchte der Begleiter des Esseners, ein 20-jähriger Mann aus Mülheim an der Ruhr, die Festnahme zu verhindern und den 19-Jährigen zu befreien. Dies konnte unterbunden werden, woraufhin der Mann die Festnahme mit seinem Smartphone filmte.

In der Wache konnte ermittelt werden, dass der 19-Jährige lediglich über einen ungültigen Fahrausweis besaß. Nach der Identitätsfeststellung durfte er gehen. Die Maßnahmen der Einsatzkräfte wurden durch eine BodyCam und die Videoüberwachung im Hauptbahnhof aufgezeichnet und sind nun ebenfalls Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wegen Beförderungserschleichung und Widerstands.

Gegen den wegen Drogendelikten bereits polizeibekannten 20-jährigen Mülheimer wurde ein Strafverfahren wegen Gefangenenbefreiung (§ 120 StGB) eingeleitet.

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