Fluglärm

Erfolg für Fluglärm-Gegner: Eurowings rüstet Flugzeuge nach

Die „Bürger gegen Fluglärm“ vermelden einen Teilerfolg.

Die „Bürger gegen Fluglärm“ vermelden einen Teilerfolg.

Foto: STEFAN AREND

Essen.   Eurowings rüstet seine Airbus-Maschinen mit Wirbelgeneratoren nach, so dass sie leiser werden. Probleme gibt es allerdings bei einem Bauteil.

In seinem Bemühen, die Lärmbelästigung durch den Flugverkehr im Umfeld des Flughafens Düsseldorf zu senken, kann der Verein „Bürger gegen Fluglärm“ einen Erfolg verbuchen. Wie der Verein mitteilt, wird die Fluggesellschaft Eurowings sämtliche Maschinen bis Jahresende mit so genannten Wirbelgeneratoren nachrüsten; bei 29 Flugzeugen sei dies bereits geschehen.

Die „Bürger gegen Fluglärm“ hatten in einem Brief auf den „seit langem bekannten Konstruktionsfehler“ an den Maschinen vom Typ Airbus A 319, A 320 und A 321 hingewiesen und Eurowings aufgefordert, diesen zu beheben. Durch den Konstruktionsfehler entstünden beim Landeanflug hochfrequente, äußerst unangenehme Pfeiftöne, die für Anwohner eine erhebliche Lärmbelästigung darstellten.

Andere Fluggesellschaften haben das Bauteil längst installiert

Durch die Nachrüstung mit „Wirbelgeneratoren“ ließe sich das Problem aber schnell und unkompliziert beheben, betont der Verein. Dabei handele es sich um ein kleines, preiswertes Metallteil, das bereits vor über zehn Jahren entwickelt und von anderen Fluggesellschaften längst installiert worden sei.

Eurowings ließ demnach wissen, dass die Teile für die Nachrüstung der verbliebenen bereits eingekauft worden seien. Bedauerlicherweise komme es aber bei der Lieferung der Generatoren zu erheblichen Wartezeiten, so dass sich man mit dem Nachrüsten erst gegen Jahresende beginnen könne. Bis wann die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein werden, teilt Eurowings in dem Schreiben nicht mit.

Die „Bürger gegen Fluglärm“ bleiben skeptisch

Die Anwohner in den Einflugschneisen zum Flughafen werden sich wohl darauf einstellen müssen, dass sie mit dieser Lärmbelästigung ein weiteres Jahr leben müssten, so der Verein „Bürger gegen Fluglärm“. Dies sei besonders ärgerlich, da die beschriebenen Probleme schon seit Jahren hätten behoben sein können.

Georg Regniet, Sprecher der „Bürger gegen Fluglärm“ aus Kettwig, schätzt, dass jede zweite Maschine, die in Düsseldorf landet, eine Eurowings-Maschine ist. Dass Eurowings nun zugesagt habe, die Flugzeuge nachzurüsten, sei erfreulich. So recht trauen die Fluglärmgegner dem Braten nicht. Regniet: „Den weiteren Verlauf werden wir aufmerksam beobachten.“

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