Gastronomie

Essen: Restaurant im Alten Bahnhof Kettwig öffnet wieder

| Lesedauer: 4 Minuten
Gastronom Pino Mammone (l.) freut sich mit Lutz Erbslöh und Wolfgang Lettow (r.) von der IG Bahnhof Kettwig über die Chance, im Alten Bahnhof im Stadtteil Essen-Kettwig einen Restaurant- und Bar-Betrieb realisieren zu können.

Gastronom Pino Mammone (l.) freut sich mit Lutz Erbslöh und Wolfgang Lettow (r.) von der IG Bahnhof Kettwig über die Chance, im Alten Bahnhof im Stadtteil Essen-Kettwig einen Restaurant- und Bar-Betrieb realisieren zu können.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Essen-Kettwig.  Im Alten Bahnhof Kettwig öffnet nach langer Pause wieder das Restaurant seine Pforten. Der neue Pächter ist im Essener Süden bestens bekannt.

  • Das beliebte Ausflugslokal „Pamis“ im Alten Bahnhof in Essen-Kettwig hat einen neuen Pächter.
  • Der Gastronom Pino Mammone ist bekannt im Essener Süden.
  • Das Lokal wird als Restaurant und Bar ein neues Konzept bekommen.

Das Restaurant „Pamis“ im Alten Bahnhof Kettwig hat einen neuen Pächter: Der Kettwiger Pino Mammone übernimmt ab November den Gastronomiebetrieb des Bürger-, Sport- und Kulturzentrums im historischen Gebäude an der Ruhrtalstraße 345. Die Interessengemeinschaft (IG) Bahnhof Kettwig sei froh, „endlich wieder Leben in der Bude“ zu haben, wie Vorsitzender Wolfgang Lettow es freudig formuliert.

Das Restaurant war wegen Corona sehr lange geschlossen

Seit März 2020 war das Restaurant geschlossen. Die Pandemie mit Mehrfach-Lockdown hatte das „Pamis“-Team, das in Mülheim ebenfalls eine Eventgastronomie führt, in die roten Zahlen manövriert. Das Unternehmen befindet sich in Insolvenz, wickelt aber am Kettwiger Standort noch bis Ende Oktober Veranstaltungen wie langfristig gebuchte Hochzeiten und Geburtstage ab.

Und just über den Mülheimer Gastronomen hörte Pino Mammone von den Nöten der IG Bahnhof Kettwig, dass das Restaurant wieder bespielt werden sollte, aber Interessenten angesichts der Corona-Krise und den Unwägbarkeiten in der Branche schließlich das Risiko scheuten.

Für Giuseppe Mammone, den alle nur Pino nennen, indes keine Frage: „Ich bin von der Location begeistert und möchte hier mein Konzept von einem Restaurant- und Bar-Betrieb umsetzen.“ Der 52-Jährige bringt viel Erfahrung mit – und in den Stadtteilen Kettwig und Werden ist er beileibe kein Unbekannter.

In Werden ist Pino Mammone als Pächter der „Pino-Thek“ bekannt

Sein Name ist zum Beispiel verknüpft mit der „Pino-Thek“ am Klemensborn in Werden, einem beliebten Treffpunkt für die Szene rund um die Folkwang-Hochschule seit Ende 2013. Auch die „Arche Noah“, ebenfalls am Klemensborn gelegen, belebte der engagierte Gastronom und etablierte dort ab 2019 eine Mischung aus Abendlokal und Bar. Corona stoppte jedoch auch ihn, ambitionierte Pläne für einen Neubeginn konnte Mammone bislang angesichts fehlender Räumlichkeiten in Werden nicht realisieren.

Doch nun bietet sich dazu in Kettwig eine Chance. Dort, wo der gebürtige Italiener in den 1980er Jahren eigentlich heimisch wurde, wo er beispielsweise die „Stiege“ und das „Gallo Nero“ als Pächter nach vorne brachte, während sein Bruder Enzo Mammone an der Hauptstraße das Eiscafé zum Erfolg führte.

Dass der umtriebige Gastronom die Kettwiger Kundschaft sehr gut kennt, sieht die IG Bahnhof als Betreiber der Immobilie als großes Plus an. Wolfgang Lettow: „Er weiß, wie Kettwig tickt.“ So bestünden seitens des Vorstandes auch keine Bedenken, dass mit der Umbenennung von „Pamis“ in „Pino’s“ ab Anfang November 2021 auch ein neues Konzept verbunden ist. „Wir bieten nicht nur italienische Speisen an, sondern sind international“, betont der neue Pächter, der den bisherigen Küchenchef vom „Pamis“ übernehmen wird. Von 17 bis 23 Uhr werde es warme Küche in dem historischen Ambiente geben, danach verwandele sich die Location in eine Lounge mit Bar-Betrieb.

Immer montags gibt es Livemusik mit Jim Galakti und seiner Band

„Montags gibt es Livemusik, das hat sich in der Pino-Thek sehr bewährt“, erläutert Pino Mammone weiter. Geplant sei, den Jazz-Trompeter Jim Galakti mit seiner Band als feste Größe in diesem Rahmen zu verankern.

„Wir haben das soweit geklärt, dass es hier keine Konkurrenzsituation zu den Jazz-Veranstaltungen im Alten Bahnhof gibt“, betont Lutz Erbslöh, zweiter stellvertretender IG-Vorsitzender und für das Kulturprogramm des Bürgerzentrums verantwortlich. „Der Pächter wird auch den Event-Bereich betreuen, das war uns ganz wichtig“, ergänzt Wolfgang Lettow. Man sei gespannt auf die neue Ausrichtung.

Der Mietvertrag gilt ab 1. November. Ein paar Tage später werde er öffnen, sagt Mammone und lacht: „Gastronomie ist nicht nur mein Beruf, sondern auch mein Hobby. Ich habe wirklich viel Spaß daran.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Essen

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben