Bundespolizei

Essen: Schwarzfahrer wurde mit fünf Haftbefehlen gesucht

Die Bundespolizei Essen hielt am Sonntag (31. Mai) einen Schwarzfahrer fest. Wie sich herausstellte, wurde der Mann mit fünf Haftbefehlen gesucht. Das Bild zeigt zwei Bundespolizisten am Hauptbahnhof Essen – es entstand nicht bei dem aktuellen Einsatz.

Die Bundespolizei Essen hielt am Sonntag (31. Mai) einen Schwarzfahrer fest. Wie sich herausstellte, wurde der Mann mit fünf Haftbefehlen gesucht. Das Bild zeigt zwei Bundespolizisten am Hauptbahnhof Essen – es entstand nicht bei dem aktuellen Einsatz.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Wegen Schwarzfahrens fiel ein 30-Jähriger am Hauptbahnhof Essen auf. Die Bundespolizei stellte fest, dass er mit fünf Haftbefehlen gesucht wurde.

Mit wenig Aufwand und dank „Kommissar Zufall“ konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Sonntagmorgen (31. Mai) einen mit fünf Haftbefehlen und zwei Aufenthaltsermittlungen gesuchten 30-jährigen Mann im Essener Hauptbahnhof festnehmen.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 6 Uhr früh zum ICE 843 (Köln - Berlin) bei seinem Halt im Essener Hauptbahnhof gerufen: Ein Passagier sollte den Zug ohne Fahrkarte genutzt haben, weshalb seine Identität festgestellt werden sollte. Was sich erst als einfacher Sachverhalt darstellte, sollte die Einsatzkräfte kurz darauf zum Staunen bringen: Als der Schwarzfahrer überprüft wurde, stellte sich heraus, dass gegen den libyschen Staatsangehörigen gleich mehrere Fahndungen bestanden.

Diebstahl, Hausfriedensbruch, Körperverletzung – die Liste der Vergehen ist lang

So hatte das Amtsgericht in Leipzig den Mann im März 2018 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1700 Euro (Ersatzfreiheitsstrafe von 93 Tagen) verurteilt. Im Juni 2018 wurde er erneut in Leipzig verurteilt, diesmal zu einer Geldstrafe von 78 Euro (Ersatzfreiheitsstrafe von 6 Tagen) wegen Hausfriedensbruchs. Im Juli 2019 wurde gegen den Libyer dann vom Amtsgericht Aue-Bad Schlema, wegen gefährlicher Körperverletzung ein Sicherungshaftbefehl verhängt. Grund hierfür waren die wechselnden Aufenthaltsorte des 30-Jährigen.

Es folgte eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung durch das Amtsgericht Chemnitz. das eine Geldstrafe von 1480 Euro oder 148 Tage Freiheitsstrafe verhängte. Im Januar 2020 kam ein Untersuchungshaftbefehl hinzu, den das Amtsgericht in Dresden wegen mehrerer Eigentums- und Gewaltdelikte erließ.

Mit drei Identitäten bewegte sich der Mann durch Deutschland

Die Staatsanwaltschaft in Chemnitz fahndete außerdem mit zwei Aufenthaltsermittlungen nach dem Mann: Sie bringt ihn mit einem Drogendelikt und einem weiteren Diebstahl in Verbindung. Im ICE am Essener Hauptbahnhof klickten nun die Handschellen – der gesuchte Straftäter wurde zur Bundespolizeiwache gebracht. Dort stellte sich heraus, dass der 30-Jährige sich mit gleich drei Identitäten im Bundesgebiet bewegt; sein Aufenthaltstitel war im vergangenen Jahr abgelaufen und wurde nicht verlängert.

Der mit 1,5 Promille alkoholisierte Mann wurde in Essen in Polizeigewahrsam eingeliefert und einem Haftrichter vorgeführt. Und schließlich wurde ein Verfahren wegen Schwarzfahrens gegen ihn eingeleitet.

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