Radweg Frankenstraße

Essen-Stadtwald: Bäume werden für neuen Radweg gefällt

Auf der Frankenstraße zwischen Stadtwaldplatz und Berenberger Mark soll pro Richtung jeweils eine Fahrspur weggenommen werden. Diese sollen dann als Radweg genutzt werden.

Auf der Frankenstraße zwischen Stadtwaldplatz und Berenberger Mark soll pro Richtung jeweils eine Fahrspur weggenommen werden. Diese sollen dann als Radweg genutzt werden.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Stadtwald.  Schon 2019 hätte es den Radweg zwischen Stadtwaldplatz und Bredeney geben sollen. Im März soll der Bau starten - dafür werden jetzt Bäume gefällt

Ab März soll der Bau des städtischen Projektes tatsächlich starten: Dann wird der neue Radweg auf der Frankenstraße in die Tat umgesetzt. Zwischen Stadtwaldplatz und der Straße Berenberger Mark entfällt dafür je eine Fahrspur pro Richtung für den Autoverkehr. Diese Fahrstreifen sollen dann in den Radfahrstreifen umgewandelt werden. Für die Baumaßnahme müssen auch Bäume gefällt werden.

Ende April wird die Fertigstellung erwartet

Ursprünglich war der Baubeginn schon für 2019 geplant. Nachdem es bei der Vergabe der Maßnahmen allerdings zu Verzögerungen gekommen war, teilte das Stadtpresseamt Ende letzten Jahre mit: „Wir rechnen mit einem Baubeginn für 2020.“ Doch auch bisher war von den angekündigten Bauarbeiten auf der Frankenstraße noch nichts zu sehen. Das soll sich aber sehr bald ändern: „Der Bau des Radweges startet tatsächlich Anfang März“, lässt das Presseamt der Stadt verlauten.

Geplant ist, dass die Bauarbeiten am Stadtwaldplatz beginnen. Anschließend sollen sie sich in Richtung Bredeney verlagern, um dann an der Straße Berenberger Markt abgeschlossen zu werden. „Die letzten exakten Abstimmungen finden gerade noch statt“, so das Presseamt. Die Fertigstellung sei aber für Ende April geplant, sofern das Wetter mitspiele. Viele Markierungsarbeiten seien notwendig, die sich eventuell durch Regenfälle verzögern könnten. Anfänglich werden beide Autospuren noch erhalten bleiben, aber im Laufe der Maßnahme wird dann eine pro Richtung wegfallen. https://www.waz.de/staedte/essen/sued/fahrspur-auf-der-frankenstrasse-soll-zum-radweg-werden-id215590413.html

Kein Rückstau durch Wegfall der Fahrspuren erwartet

Was für die Radfahrer positiv ist, gestaltet sich für die Autofahrer als Einschränkung. Bürger äußern daher vermehrt Bedenken, dass sich bei der Wegnahme von zwei Fahrspuren Rückstaus bilden könnten. Diese Sorge weist Dirk Langner vom Amt für Straßen und Verkehr aber zurück: „Auf der Frankenstraße werden täglich 12.000 Fahrzeuge gezählt. Ein Fahrstreifen reicht für 18.000 bis 19.000 Autos pro Tag. Das müsste also gut funktionieren.“ Nur am Knotenpunkt am Stadtwaldplatz sollen weiterhin zwei Fahrspuren erhalten bleiben.

Die Baumaßnahme wird aus den Mitteln des Bauprogramms Radverkehr finanziert und soll laut Planung rund 444.000 Euro kosten. Zur Information: In Essen stehen jährlich 500.000 Euro für das Radwegnetz zur Verfügung. Um Extrakosten zu vermeiden, bleiben die Ränder und Gehwege sowie der Knotenpunkt am Stadtwaldplatz unangetastet. „Sonst würde das Ganze sehr viel teurer werden“, so Dirk Langner. Die Umgestaltung der bestehenden Verkehrsinsel sei allerdings erforderlich. Auch die Ampelmasten und die Beleuchtung müssen umgebaut werden.

Einige Bäume müssen gefällt werden, Nachpflanzungen sind unklar

Um den Baubeginn Anfang März zu realisieren, beginnen in der nächsten Woche schon die vorbereitenden Arbeiten. Aus Platzgründen fallen nämlich nicht nur die beiden Fahrspuren weg, auch Bäume müssen weichen. Insgesamt sollen nächste Woche sechs Stück gefällt werden – und zwar im Bereich zwischen dem Stadtwaldplatz und der Ägidiusstraße. Ob neue Bäume gepflanzt werden, ist bisher noch unklar:„Ersatzpflanzungen werden im Zuge der Gesamtmaßnahme noch geprüft“, heißt es vom Stadtpresseamt.

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