Umwelt

Essens Bürger bekommen jetzt ein Klimasparbuch

Stellten das Klimasparbuch vor: Umweltdezernentin Simone Raskob, Lars Büttner für die EMG Touristik, Umweltamtsleiter Matthias Sinn, Gerda Kassner und Margret Schulte, vom Projektbüro Grüne Hauptstadt (v.li.).

Stellten das Klimasparbuch vor: Umweltdezernentin Simone Raskob, Lars Büttner für die EMG Touristik, Umweltamtsleiter Matthias Sinn, Gerda Kassner und Margret Schulte, vom Projektbüro Grüne Hauptstadt (v.li.).

Foto: Kokoska

Essen.   Das Projektbüro Grüne Hauptstadt, die Stadt und Essen Marketing wollen mit Gutscheinbuch helfen, Geld zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun

Wie wär’s mit einer Probefahrt auf einem Cargobike? Hilft vielleicht eher eine Energieberatung oder ein Energiecheck fürs eigene Heim? Es gibt aber auch einen Hängestuhl – allerdings nur bei einer Öko-Baufinanzierung über die Ethik-Bank. Oder reichen schon fünf Euro Nachlass auf ein Weiterbildungsangebot der Volkshochschule zum Thema „Mensch und Natur“? Nein? Lieber eine Tasse Öko-Kaffee? Bei „Troll“ auf der „Rü“. – Genau 54 Gutscheine finden sich in Essens erstem „Klimasparbuch 2019“, das gestern Essens Umweltdezernentin Simone Raskob, Umweltamtsleiter Matthias Sinn und Lars Büttner für die Essen Marketing mit einigem Stolz vorstellten: „Wir haben zwei Jahre Vorlauf gebraucht, um das Klimasparbuch auf die Beine zu stellen. Die Arbeit hat sich gelohnt.“

Im Kleinen mit dem klimafreundlichen Leben starten

Dafür habe man auch in Kauf genommen, nicht schon im Grüne- Hauptstadt-Jahr 2017 zu erscheinen, als eines von immerhin 450 Projekten: „Wir haben hier schnell gemerkt, dass wir Zeit brauchen, 2017 als Ziel hätte uns zu sehr unter Druck gesetzt“, sagt Matthias Sinn.

So ist ein gut 120 Seiten starkes Büchlein im Postkartenformat herausgekommen, das es den Essenern erlaubt, im Kleinen mit einem klimafreundlichen Leben anzufangen, dabei vor allem Energie und letztendlich über die Tipps und Gutscheine auch Geld zu sparen: „Jeder Essener Bürger kann hier mitmachen, denn wir zeigen auf, wie viele Möglichkeiten es gibt, nachhaltig zu leben und etwas für die Umwelt zu tun“, sagt Simone Raskob. Neben den Gutscheinen bietet das Klimasparbuch viele Hinweise und Ratschläge zu Themen wie „Gesünder essen und genießen“, „Bewusster leben und konsumieren“, „Nachhaltig unterwegs sein“, „Grüner und schöner wohnen“ oder „Ökologisch bauen und renovieren“.

Erste Auflage des Sparbuchs von 15.000 Stück

Neu ist die Idee nicht: In Frankfurt, Trier und Ulm gibt es bereits Klimasparbücher. In Essen ist zunächst eine Auflage von 15.000 Stück im „oekom“-Verlag vorgesehen. Bei der Anschubfinanzierung sprang die Deutsche Postcode Lotterie ein. Weitere Auflagen sollen folgen, denn wer Essener Neubürger wird, darf sich demnächst über das Büchlein zur Begrüßung freuen. Und natürlich werden auch die städtischen Einrichtungen damit werben: Wer beispielsweise Neukunde bei der Stadtbibliothek wird, erhält das Klimasparbuch, „wir werden damit bei allen Gelegenheiten auf unseren Social-Media-Kanälen arbeiten“, sagt Lars Büttner für die EMG.

Mehrweg-Becher mit Klimasparbuch im Angebot

Büttner hat das erste „analoge Angebot“ für die Essener gleich an der Hand: Statt sich das Klimasparbuch im Buchhandel für 4,95 Euro zu bestellen, sollten die Bürger lieber in der EMG-Touristikzentrale am Hauptbahnhof einen Mehrweg-Becher „Mein Essen – Mein Becher“ für 3,90 Euro (330 ml/400 ml Größe) kaufen – dann gibt es bis Weihnachten das Klimasparbuch gratis dazu. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht.

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