„Ela“ in Essen

Essens schlimmster Sturm: Vor fünf Jahren wütete „Ela“

Am dritten Tag nach dem Sturm versperren immer noch viele Bäume die Straßen. Hier eine Szene in Frohnhausen, Potsdamer Straße, am 12. Juni 2014.

Am dritten Tag nach dem Sturm versperren immer noch viele Bäume die Straßen. Hier eine Szene in Frohnhausen, Potsdamer Straße, am 12. Juni 2014.

Foto: Kerstin Kokoska / Essen

Essen.  Am Sonntag, 9. Juni, jährt sich der Sturm „Ela“ zum fünften Mal. Er brachte große Schäden, machte den Bürgern Angst – und hatte auch was Gutes.

Der Pfingststurm „Ela“, der am Abend des 9. Juni 2014 über Essen hinwegfegte, jährt sich am Sonntag zum fünften Mal. „Ela“, eins der schlimmsten Sturm-Ereignisse der Stadtgeschichte, vernichtete rund elf Prozent des Baumbestandes in Essen. Er bescherte der Feuerwehr rund 3000 Einsätze in drei Tagen, brachte das Werdener „Pfingst Open Air“ um ein geregeltes Ende, zerstörte ungezählte Pkw, die draußen unter Bäumen geparkt waren, machte vielen Bürgern über Stunden Todesangst. Dass es am Ende keine Toten gab auf Essener Stadtgebiet, muss man auch heute, fünf Jahre danach, angesichts des Ausmaßes der Zerstörung fast als Wunder bezeichnen.

Schulen blieben geschlossen, Feste wurden abgesagt

Damals dauert es Tage, bis zumindest die großen Straßen in Essen wieder frei von Bäumen, Ästen und Gestrüpp sind, dann folgen öffentliche Flächen; die Schulen bleiben die gesamte Woche nach Pfingsten geschlossen, Spielplätze und Parks noch länger, erste Waldwege werden erst gegen Ende des Jahres wieder freigegeben. Erste, vorsichtige Schätzungen taxieren die Schäden auf rund 70 Millionen Euro. In den folgenden Monaten wird das eine ums andere Straßen- und Sommerfest zugunsten der Sicherheit abgesagt: Zu viele Baumkronen können nicht schnell genug auf Risse und Brüche kontrolliert werden, denn 80 Prozent der Bäume an Straßenrändern sind betroffen, müssen einige Äste lassen - mindestens.

Überall entstehen Hilfsgemeinschaften – zum Beispiel „Essen packt an“

Doch „Ela“ brachte auch Gutes: Beflügelt von sozialen Netzwerken im Internet, tun sich überall Bürger zusammen und bilden Hilfsgemeinschaften, leihen sich Werkzeug und Fahrzeuge, um kaputte Bäume, zerstörte Gartenhäuschen, marode Dächer zu entsorgen oder zu reparieren.