Geburten

Fehlgebildete Babyhände: Essener Kliniken äußern sich

Werdende Mütter sind verunsichert, nachdem immer mehr Fälle von Babys mit fehlgebildeten Händen bekannt geworden sind.

Werdende Mütter sind verunsichert, nachdem immer mehr Fälle von Babys mit fehlgebildeten Händen bekannt geworden sind.

Foto: Waltraud Grubitzsch / dpa

Essen.  Eine ungewöhnliche Häufung von Babys mit fehlgebildeten Händen besorgt Experten und Eltern. Auch in Essener Kliniken sind solche Fälle bekannt.

Ungewöhnlich viele Neugeborene mit fehlgebildeten Händen sind in Geburtskliniken des Ruhrgebiets auf die Welt gekommen. Werdende Eltern sind deshalb besorgt. Nun gibt es auch aus Essener Kliniken Stellungnahmen.

Dabei konnten sowohl das zur Contilia-Gruppe gehörende Elisabeth-Krankenhaus als auch das Universitätsklinikum Entwarnung geben. Beide Einrichtungen gehören zu den größten Geburtszentren in der Umgebung. „Jährlich kommen im Elisabeth-Krankenhaus über 2500 Baby zu Welt. Pro Jahr wird ein Kind mit einer Handfehlbildung geboren. Von einer Häufung können wir nicht sprechen“, sagt Sprecherin Dorothee Renzel auf Anfrage dieser Redaktion.

Drei Kinder mit fehlgebildeten Händen in Gelsenkirchen-Buer

Eine ähnliche Auskunft gibt es auch von der Essener Uniklinik, die unter anderem bei Risikoschwangerschaften und Mehrlingsgeburten genutzt wird. Hier sagt Sprecher Thorsten Schabelon: „Im Uniklinikum werden pro Jahr ein oder zwei Babys mit einer vergleichbaren Handfehlbildung geboren. Im Jahr 2019 gab es bislang aber keinen Fall.“ Rund 1600 Geburten werden hier jährlich verzeichnet.

Ins Rollen gekommen war die Diskussion über Babys mit fehlgebildeten Händen, nachdem bekannt geworden war, dass kürzlich gleich drei betroffene Kinder in Gelsenkirchen-Buer geboren wurden. Es stellte sich heraus, dass Kliniken in Bochum, Datteln und Dorsten ähnliche Fälle registriert hatten. Experten suchen jetzt nach einer Erklärung.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben