Ermittlungen

Firma in Flammen: Polizei Essen geht von Brandstiftung aus

Der Großbrand in der Grillanzünder-Fabrik in Essen-Bergeborbeck hielt die Feuerwehr über 50 Stunden lang in Atem.

Der Großbrand in der Grillanzünder-Fabrik in Essen-Bergeborbeck hielt die Feuerwehr über 50 Stunden lang in Atem.

Foto: WTVnews

Essen.  Ermittlungen nach dem Brand in einer Grillanzünder-Fabrik sind abgeschlossen. Polizei hält einen technischen Defekt für sehr unwahrscheinlich.

Zwei Monate nach dem verheerenden Brand in einer Firma für Grillanzünder an der Ostuferstraße in Essen-Bergeborbeck hat die Polizei ihre Ursachenermittlung abgeschlossen. „Wir gehen davon aus, dass es Brandstiftung war“, sagte Polizeisprecherin Sylvia Czapiewski am Mittwoch. Ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder durch Fahrlässigkeit entstanden ist, sei allerdings offen. „Sehr wahrscheinlich“ aber war es kein technischer Defekt, so Czapiewski.

Die Auswertung der Videos aus den Überwachungskameras habe keine Hinweise auf einen möglichen Einbruch ergeben. Es wurden auch keine entsprechenden Spuren gefunden, sagte die Polizeisprecherin. In den nächsten Tagen sollen die Ermittlungsakten zur weiteren Bewertung an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden.

Feuerwehr war über 50 Stunden lang im Einsatz

Nach dem Lagerhallen-Großbrand Anfang Juli war die Feuerwehr über 50 Stunden lang im Einsatz. Die Feuerwehr war am ersten Juliwochenende in der Nacht zu Sonntag gegen 1 Uhr durch eine automatische Brandmeldeanlage alarmiert worden. Schnell stand die Lagerhalle voller Brandbeschleuniger komplett in Flammen, ein Übergreifen auf weitere Hallen konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern. Das Unternehmen machte bis heute keine Angaben zur Schadenshöhe. (j.m.)

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