Osterbaum

Heisingens Weihnachtstanne wird zum bunten Osterbaum

Die Heisinger Tanne wird per Hubsteiger mit bunten Ostereiern, es folgen noch die Exemplare, die Heisinger Grundschüler bunt angemalt haben.

Die Heisinger Tanne wird per Hubsteiger mit bunten Ostereiern, es folgen noch die Exemplare, die Heisinger Grundschüler bunt angemalt haben.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Heisingen.   Da der Heisinger Weihnachtsbaum nicht schwächelt, bleibt er noch ein bisschen: Die riesige Tanne wird nun zum Osterbaum mit bunten Eiern.

Von der Weihnachtstanne zum Osterbaum: Im Heisinger Kreisverkehr baumeln nun bunte Eier von den Ästen der Tanne. Die kam ursprünglich aus Kray als Weihnachtsbaum nach Heisingen. „Da sie aber überhaupt keinerlei Anzeichen von Schwäche zeigt, bleibt sie noch zu Ostern“, sagt Jens Kürvers, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Die hat kurzerhand eine Firma damit beauftragt, die österliche Deko per Hubwagen in die Äste zu hängen. So sollen statt der 800 weihnachtlichen Kugeln im Winter nun rund 400 Ostereier die Tanne schmücken.

„Da wir auch eng mit den Grundschulen zusammenarbeiten, haben die

Kinder weitere Eier für den Baum bemalt“, sagt Kürvers, da die Werbegemeinschaft bei ihren Aktionen die Bürger stets gern mit einbeziehen möchte. „Zu unserer Tanne haben wir von den Heisingern zahlreiche Mails bekommen mit der Bitte, die Tanne möge noch ein bisschen bleiben“, berichtet er. Da die Tanne noch hübsch grün sei und der Kreisverkehr sonst leer, hätten sie diesem Wunsch gern entsprochen.

Dabei gelten die Heisinger Weihnachtsbäume in jüngster Zeit ohnehin längst als Gesprächsstoff über die Stadtteilgrenzen hinaus, seitdem eine arg gerupfte Tanne im Kreisverkehr landete und im Vorjahr dann zunächst ein winziger Baum hinter einem Zaun hervorlugte. Dieser entpuppte sich dann als Wunschbaum und die Heisinger beschenkten Heimkinder zum Fest.

Aus Kray kam eine stattliche Tanne

Dann folgte die stattliche Krayer Tanne, von der einige bereits mutmaßten, sie habe Wurzeln geschlagen. „Hat sie nicht, sie steht in einer fest einbetonierten Hülse im Boden“, versichert der Vorsitzende. Allerdings hat sie nun nicht nur das Weihnachtsfest und so manchen Sturm überstanden, noch hat sie zudem grüne Nadeln und ihre Zapfen behalten.

Jetzt sollen die Tanne Strohhasen am Boden zieren. Dann sei aber wohl Schluss, wenn es nun immer wärmer werde, werde wohl auch die Heisinger Tanne Nadeln lassen, glaubt Kürvers. Und da der Baum bereits mit einem alten Nest in den Zweigen auf die Ruhrhalbinsel gezogen ist, möchte er nicht riskieren, dass es sich dort eine Vogelfamilie gemütlich macht – dann müsste der Baum wohl noch zum Brüten bleiben. Derzeit belagert jedoch ein Stofftier das Nest: ein Storch.

„Für die nächste Woche hat sich ein Heisinger Gartenbauunternehmer bereit erklärt, den Baum abzubauen“, kündigt Kürvers an. Um die Sache rund zu machen, werde der Stamm gesägt und am Gehweg gestapelt: „Die Heisinger können sich die Holzscheite dort für ihren Kamin wegnehmen.“

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