Kennametal Widia

IG Metall startet Online-Petition gegen Widia-Schließung

Die Firma Kennametal Widia an der Münchner Straße in Essen.

Die Firma Kennametal Widia an der Münchner Straße in Essen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Das Essener Widia-Werk steht vor dem Aus. Um sich mit den 400 Beschäftigten zu solidarisieren, hat die IG Metall Widerstand im Netz organisiert.

Die IG Metall Essen hat eine Online-Petition zum Erhalt der Kennametal-Widia-Standorte in Essen, Lichtenau und Neunkirchen gestartet. Die Petition steht seit vergangenem Freitag auf der Plattform Openpetition im Internet. Seither haben über 500 Menschen diese unterschrieben. Das Essener Werk soll bis 2021 dicht gemacht werden.

„Die Petition ist vor allem als Solidaritätsbekundung mit den Mitarbeitern gedacht“, sagte die IG-Metall-Sekretärin und Organisatorin Wencke Hartjes. Nachdem die Gesellschafter die Schließungspläne bekanntgeben hatten, seien viele Betriebsräte aus anderen Essener Betrieben auf die Gewerkschaft zu gekommen und wollten wissen, wie sie ihre Solidarität mit den Betroffenen erklären können. Statt Unterschriftenlisten habe die Gewerkschaft die Petition ins Leben gerufen.

Aktionstag gegen Widia-Schließung in Fürth geplant

Hartjes glaubt indes nicht, dass mit einer solchen Petition die Schließungsabsicht zurückgenommen wird. „Das wäre vermessen“. Allerdings sei diese ein Sprachrohr, um den Unmut über die Schließungspläne kund zu tun. Das werde momentan auch von den Widia-Beschäftigten selbst genutzt.

Um dagegen den Druck auf den Aufsichtsrat zu erhöhen, der einer Schließung noch nicht zugestimmt habe, organisiert die IG Metall Ende August einen Aktionstag in Fürth. Dort soll das Aufsichtsgremium tagen.

Das US-Mutterunternehmen will die deutschen Standorte in Essen, Lichtenau und Neunkirchen schließen. Allein im Essener Werk das Hartmetallherstellers sind damit 400 Arbeitsplätze bedroht. „Die Die Schließungsabsicht ist ein harter Schlag ins Kontor der Region, weil über 400 tarifgebundene Arbeitsplätze mit hochqualifizierten Fachkräften gefährdet sind“, schreibt die IG Metall in der Petition.

Hier geht es zur Petition

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