Pausmühlenbach

In Borbeck-Mitte wurde ein Waldweg zur Sicherheit gesperrt

Der Verbindungsweg zwischen Möllhoven ( Höhe Nr 66) und Schloßstraße (Höhe Nr. 202) bleibt zunächst für unbestimmte Zeit gesperrt aufgrund von Abbrüchen auf dem Waldweg am Pausmühlenbach. Foto: Carsten Klein / Funke Foto Services

Der Verbindungsweg zwischen Möllhoven ( Höhe Nr 66) und Schloßstraße (Höhe Nr. 202) bleibt zunächst für unbestimmte Zeit gesperrt aufgrund von Abbrüchen auf dem Waldweg am Pausmühlenbach. Foto: Carsten Klein / Funke Foto Services

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Essen-Borbeck.  Der Weg entlang des Pausmühlenbachs zwischen Schloßstraße und Möllhoven in Borbeck wurde von der Stadt gesperrt, weil ein Hang abrutscht.

Ab sofort hat die Stadt den Weg entlang des Pausmühlenbachs zwischen Möllhoven und Schloßstraße in Borbeck-Mitte gesperrt, und zwar aus Sicherheitsgründen. Denn der Abhang ist jetzt noch einmal ein Stück weiter abgerutscht, so dass nun Bauzäune den Spaziergängern und Radfahrern den Weg versperren. Nur der an der Straße Stenbeckhof startende und in Richtung Südost führende Weg bleibt weiterhin begehbar.

In Essen-Borbeck war am Bachufer höchste Vorsicht geboten

Seit inzwischen fünf Jahren ist der Waldweg, der etwa an Voßgätters Mühle beginnt und zur Schloßstraße führt, nur noch mit großer Vorsicht zu benutzen. Denn Abbrüche am Bachufer haben zu großen Löchern im Weg geführt. Inzwischen sind auch schon Jahre vergangen, seit die marode Holzbrücke über den Bach ersatzlos entfernt worden ist. Hätten nicht findige Anwohner mit ein paar Brettern und einem Baumstamm zwei Stege als Notlösungen gezimmert, dann wäre der gesamte Wald kaum noch zu nutzen.

Holzgeländer sichert den Abbruch

Im vergangenen Jahr hat die Stadt die Abbrüche durch Holzgeländer gesichert. Doch sie sind jetzt aufgrund der fortschreitenden Absackungen nicht mehr standsicher.

Eine alternative Wegeführung, quasi eine Umleitung, könne nicht eingerichtet werden, weil es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, so die Stadtverwaltung.

Neben vielen Borbecker Anwohnern ist auch das Naturschutzzentrum Voßgätters Mühle betroffen. Geschäftsführerin Vanessa Burneleit und ihre Mitarbeiter gehen immer wieder gerne in den Grünzug. „Für uns wäre es ein erheblicher Einschnitt, wenn wir nicht mehr in den Wald dürften. Denn im Randbereich wächst vieles, was die Kinder interessiert.“ Auch als Verbindung zum Schlosspark sei der Weg für Voßgätters Mühle wichtig.

Im ständigen Austausch mit Grün und Gruga sowie den Stadtwerken Essen (SWE) über die Probleme am Pausmühlenbach steht Anwohner Harald Wittig. Er mahnt schon seit mehreren Jahren die Erneuerung der Brücke und des Weges an. Als der Geschäftsführer von Ruwa Dellwig gestern im Urlaub von der Sperrung des Waldwegs erfuhr, war seine erste Reaktion: „Mir schwillt regelmäßig der Kamm, wenn ich auf das Thema angesprochen werde.“

Stadtwerke Essen sehen sich nicht mit im Boot

Grund seiner Verstimmung: Die Stadt verweise immer auf die Stadtwerke, die erst im Rahmen des Bachumbaus das unterirdische Abwasserrohr verlegen müssten, bevor oberirdisch Weg und Brücke wieder ersetzt werden könnten. „Das geht vollkommen am Thema vorbei“, weiß Harald Wittig, nachdem ihm die Stadtwerke geschrieben haben: „Die Stadtwerke Essen sind aktuell und zukünftig im betroffenen Bereich nicht mit Baumaßnahmen aktiv. Lediglich im Umfeld werden wir im Zuge unserer Baumaßnahme ,Pausmühlbach’ tätig werden. Die Fußgängerwege sollten durch unsere Tätigkeiten allerdings nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.“

Das bestätigt auch SWE-Pressesprecher Dirk Pomplun: „Es gibt für uns keinen Handlungsbedarf.“ Das geplante Rohr werde oberhalb des Bachtals entlang der Kleingärten verlegt, aber das werde noch mehrere Jahre dauern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben