Junge Menschen

Jugendberufsagentur wirbt mit Virtual Reality für Ausbildung

Mit vereinter Kraft für junge Menschen in der Stadt: Dietmar Gutschmidt, Geschäftsführer vom Job-Center und Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit freuen sich über den Start der Jugendberufsagentur

Mit vereinter Kraft für junge Menschen in der Stadt: Dietmar Gutschmidt, Geschäftsführer vom Job-Center und Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit freuen sich über den Start der Jugendberufsagentur

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen.  Schon zum 18. Mal hat die Agentur für Arbeit Essen die Ausbildungsexpo veranstaltet. Die Job-Messe war zugleich Start der Jugendberufsagentur.

Vom Klassenzimmer zur Lehrstelle: Allen Essenern Schülern soll ein besseres Angebot beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt geboten werden. Dafür bündeln die Agentur für Arbeit, das Job-Center Essen und das Jugendamt ihre Kräfte in der Jugendberufsagentur. Start dieser neuen Kooperation war die diesjährige Ausbildungsexpo in der Arbeitsagentur.

„Durch die Bündelung der Dienstleistungsangebote werden wir zur zentralen Anlaufstelle für junge Menschen bei Fragen zum Thema Beruf“, sagt Dietmar Gutschmidt, Geschäftsführer des Job-Center Essen. Die Beratung der Jugendberufsagentur soll mögliche Hindernisse bei der Berufsausbildung aus dem Weg räumen – etwa wenn eine Kinderbetreuung fehlt, die Fahrtkosten zu hoch sind oder sich die eigene Wohnung nicht finanzieren lässt.

Jugendberufshilfe wirbt mit Virtual-Reallity-Brillen für Ausbildungsberufe

Auftakt der Jugendberufsagentur war die jährliche Ausbildungsexpo der Arbeitsagentur, bei der sich die Jugendlichen über zahlreiche Ausbildungsberufe informieren, direkten Kontakt zu Arbeitgebern knüpfen oder ihre Bewerbungsmappen beim Wunschunternehmen abgeben konnten. Dietmar Gutschmidt unterstützt diese Formate: „Wir wollen die duale Ausbildung wieder weiter nach vorne treiben.“ Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen, ergänzt: „Die duale Ausbildung hat viele Karrieremöglichkeiten. Gerade im Handwerk können sie meist ohne Probleme hinterher den Meister machen.“

Erstmals konnte der reale Arbeitsalltag verschiedener Ausbildungsberufe auch mit einer Virtual-Reality-Brille erfahren werden. Dabei konnten die Jugendlichen zwischen 70 Ausbildungsberufen aus verschiedenen Branchen wählen. „Mit dieser Art der Berufswahlhilfe werden die Jugendlichen auf moderne Art und Weise angesprochen“, findet auch Gutschmidt.

Betriebe haben es zunehmend schwerer, geeignete Azubis zu finden

Wie schwer die Suche nach Auszubildenden ist, weiß auch Schornsteinfegermeister Torsten Loof. Der 41-Jährige hatte in diesem Jahr nur drei Bewerber und konnte seine Ausbildungsstelle letztlich nicht besetzen. Deswegen versuchte er auf der Ausbildungsexpo Werbung für seinen Beruf zu machen. Auch Daisy Kuralt vom Atlantic Congress Hotel an der Grugahalle berichtet von immer weniger Bewerbern. „Es ist immer schwieriger, Auszubildende für das Hotelfach oder die Küche zu bekommen. Wir versuchen, die jungen Menschen daher auf den Kanälen anzusprechen, die sie selber nutzen.“ Um dennoch junge Menschen zu begeistern lockt das Atlantic Hotel mit einem Auslandsaufenthalt während der Ausbildung und der Möglichkeit eines Vorab-Praktikums für Bewerber.

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