Keine Gastronomie mehr geplant

Südviertel.  Die Hoffnung vieler Gäste, dass ein neuer Pächter oder Käufer der Immobilie die gastronomische Geschichte des Bahnhofs Süd fortführt, wird nach aktuellem Stand wohl enttäuscht. „Es wird keine Gastronomie mehr geben“, erklärt Thomas Draheim, der das Lokal vor 30 Jahren eröffnete, später erwarb und verpachtete. Er möchte das Gebäude alsbald verkaufen. Ein Architekturbüro sei am Gesamt-Ensemble interessiert, auch die Deutsche Bahn als Besitzerin der übrigen Gebäudeteile sei an den Gesprächen beteiligt.

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Die Hoffnung vieler Gäste, dass ein neuer Pächter oder Käufer der Immobilie die gastronomische Geschichte des Bahnhofs Süd fortführt, wird nach aktuellem Stand wohl enttäuscht. „Es wird keine Gastronomie mehr geben“, erklärt Thomas Draheim, der das Lokal vor 30 Jahren eröffnete, später erwarb und verpachtete. Er möchte das Gebäude alsbald verkaufen. Ein Architekturbüro sei am Gesamt-Ensemble interessiert, auch die Deutsche Bahn als Besitzerin der übrigen Gebäudeteile sei an den Gesprächen beteiligt.

Der derzeitige Pachtvertrag mit dem Betreiber der Kneipe läuft noch bis zum 30. September. Ein sich unmittelbar daran anschließender Verkauf sei nicht zu erwarten, erklärt Draheim. Dazu bedürfe es weiterer Abstimmungen mit der Deutschen Bahn. „Die Bahn hat Bereitschaft signalisiert, sich auf einen Verkauf einzulassen“, sagt Draheim, einen Ortstermin mit Vertretern des Konzerns und dem Amt für Denkmalschutz der Stadt Essen habe es bereits im Frühjahr gegeben. Eine Anfrage dieser Zeitung bei der Deutschen Bahn blieb gestern unbeantwortet.

Bei einer Nutzungsänderung des Gebäudes würde das Amt für Denkmalschutz auf den Plan treten. „Jetzt ist es eine Kneipe, und das ist für den Denkmalschutz in Ordnung. Wird es aber anders genutzt, müssen die Pläne vorgelegt und daraufhin geprüft werden, ob sie mit dem Denkmalschutz vereinbar sind“, erklärt eine Stadtsprecherin.

Thomas Draheim ist davon überzeugt, dass aus dem Ensemble „ein Schmuckstück in Essen-Süd“ werden kann. „Es gibt dort einen Renovierungsstau“, erzählt er. „Das betrifft das Brückenbauwerk, das der Bahn gehört, aber zum Beispiel auch das Dach.“ Einen Zeitplan für den Verkauf und die nötigen Arbeiten gebe es allerdings nicht.

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