Freizeit

Essener Radrennfahrer spenden regelmäßig für den guten Zweck

Die Cycle Bros’ sind alles andere als nur Schönwetterfahrer. Die Männer aus Werden und Umgebung treten fünfmal pro Woche für etwa drei Stunden gemeinsam in die Pedale. Sie nehmen auch an internationalen Radrennen teil.

Die Cycle Bros’ sind alles andere als nur Schönwetterfahrer. Die Männer aus Werden und Umgebung treten fünfmal pro Woche für etwa drei Stunden gemeinsam in die Pedale. Sie nehmen auch an internationalen Radrennen teil.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Werden.  Die Cycle Bros’ treffen sich fünfmal in der Woche – aus Freude am Fahrradfahren, aber auch für den guten Zweck. Dafür spenden sie in diesem Jahr.

Ganz gleich, ob im Sommer bei 30 Grad oder im Winter bei Schnee: Die Cycle Bros’ sind alles andere als nur Schönwetterfahrer, sondern regelmäßig bei Wind und Wetter mit ihren Fahrrädern unterwegs. Zum einen, um sich körperlich fit zu halten und um gemeinsam Zeit zu verbringen, aber zum anderen auch, um sich hin und wieder für einen guten Zweck zu engagieren. Jetzt spenden die Männer knapp 3000 Euro an die Aktion „Lichtblicke“.

Die Männer treffen sich fünfmal pro Woche zum Radfahren

2014 war das Gründungsjahr der heute 15-köpfigen Truppe. Etwa eine Handvoll Männer verabredete sich damals gelegentlich zum Fahrradfahren. Mit der Zeit schlossen sich mehr und mehr Fahrradbegeisterte an und aus den sporadischen Treffen wurden fixe Termine, die stets von allen eingehalten werden.

Mittlerweile treten die Männer aus Werden und Umgebung fünfmal pro Woche in ihren eigens designten Trikots für etwa drei Stunden gemeinsam in die Pedale. Die Routen gehen um den Baldeneysee oder quer durch den grünen Essener Süden.

An jedem Sonntag stehen größere Touren auf dem Terminkalender. Mal Richtung Düsseldorf, mal in die Elfringhauser Schweiz oder aber auch über die holländische Grenze „zum Pommes-Essen nach Venlo“, lacht Cristiano Cofano, der seit Anfang an Mitglied der Cycle Bros’ ist.

Die Essener sind bei internationalen Radrennen am Start

Einmal im Jahr geht es gemeinsam ins Trainingscamp nach Mallorca; zudem nehmen die Männer an verschiedenen Radrennen in Deutschland, Belgien, Italien oder Frankreich teil. Auch beim berühmten Eintagesrennen „Paris Roubaix“ gingen die Männer aus dem Ruhrgebiet schon an den Start.

Im Sommer werden die Rennräder aus den Garagen geholt; im Winter die Mountainbikes. Bei allen Fahrten zusammen kommen jährlich insgesamt etwa beachtliche 60.000 Kilometer auf den Tachometern der Cycle Bros’ zusammen.

Lokale Organisationen werden finanziell unterstützt

Zum einen ist es der Spaß an dem gemeinsamen Hobby, zum anderen aber auch die Gemeinschaft, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zusammenschweißt. „Jeder kann sich immer auf jeden verlassen“, so Mitglied Robin Wendt über die Truppe, die aus doch so unterschiedlichen Charakteren und Berufsgruppen besteht.

Hier trifft etwa der Anwalt auf den Arzt, der Arzt auf den Gastronomen, der Friseur auf den Makler und der Makler auf den Sachverständigen. Im Sattel und bei der Sache sind sie alle gleich. „Wir haben das Glück, dass es uns allen gut geht, daher haben wir uns vor einigen Jahren dazu entschieden, etwas für Menschen zu tun, denen es vielleicht nicht so gut geht“, erzählt Cristiano Cofano, Inhaber der Pizzeria La Tombola in Werden.

So entstand die Idee, lokale Organisationen finanziell zu unterstützen. 2016 wurde an „Menschenmögliches“ gespendet, 2017 ging eine größere Summe an die „Freddy Fischer Stiftung“.

Spenden durch Sponsorenlogos auf den Trikots

Die Spenden kommen zum einen durch die verschiedenen Sponsorenlogos auf den Cycle-Bros’-Trikots zusammen, aber auch durch Spenden aus den eigenen Taschen der Fahrradjungs.

In den nächsten Tagen werden die Männer der Fahrradgruppe knapp 3000 Euro an die „Aktion Lichtblicke e. V.“ überweisen. Ein Verein, der 1998 von den NRW Lokalradios gegründet wurde und Familien unterstützt, die materiell, finanziell oder seelisch in Not geraten sind.

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