Lachyoga auf dem Brehm

Gemeinsam warmlachen für den Werdener Bollerwagenumzug

Willi Hagemann beim Lachyoga auf der Brehminsel.

Foto: STEFAN AREND

Willi Hagemann beim Lachyoga auf der Brehminsel. Foto: STEFAN AREND

essen-Werden.  Willi Hagemann ist im Vorstand des Bollerwagenumzug-Fördervereins. Mit einer Portion Lachyoga stimmte er auf der Brehminsel auf den Sonntag ein.

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Während die waddischen Narren die wenigen Tage bis Karnevalssonntag zählen, die sie noch vom Bollerwagenumzug trennen, konnte man sich auf der Brehminsel unter kundiger Anleitung schon einmal ordentlich warmlachen. Lachyoga steht an diesem winterlichen Sonntag auf dem Programm.

Spenden für den Bollerwagenumzug

Trainer ist Willi Hagemann, zweiter Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt des Werdener Bollerwagenumzuges. Für diese Veranstaltung lässt er an diesem Tag auch unter den Teilnehmern den Hut kreisen – Spenden erwünscht, denn die Traditionsveranstaltung muss finanziert werden.

Doch erst einmal wird gelacht. Laut und ausgiebig. Die beste Vorbereitung auf die „heiße Phase“ der Session. Vor vier Jahren besuchte Willi Hagemann einen Lachtreff im Grugapark und war restlos überzeugt: „Es macht glücklich und entspannt.“

Stresshormone werden abgebaut

Aus Hagemann wurde ein Lachyoga-Trainer, der gerne seinen Mitmenschen zu mehr Spaß im Leben verhelfen und ganz nebenbei ihre Gesundheit stärken möchte. Denn Lachen mache frei und locker, es rege den Stoffwechsel an und baue Stresshormone ab. Nach einer Stunde Lachyoga habe man echt was getan, vergleichbar mit Joggen, sagt der Experte. Denn Lachen aktiviere bis zu 80 Muskeln, besonders das Zwerchfell und der Bauch seien beteiligt. Lachen könne sogar psychische Blockaden lösen, die Immunabwehr stärken.

So läuft’s ab: Willi Hagemann erklärt kurz die lustigen, pantomimischen Übungen und macht sie auch vor. Das ist leicht zu verstehen, denn Lachen kennt keine Sprachhürden. In der Einladung stand: Falls es regnen sollte, gibt es auch schöne Lachübungen unterm Schirm. Dann hört man das eigene Lachen wie im Tonstudio. Und wenn es richtig plästert? „Dann gehen wir unter die Brücke. Da haben wir schon mal lauthals gelacht, es war eine mordsmäßige Akustik“, sagt Hagemann.

Man nimmt die Lach-Pille

Doch der Vormittag bleibt trocken, aber ziemlich kalt. Und die Gruppe kugelt sich vor Lachen. Es gibt Aufwärmübungen, dann das so genannte Reißverschluss-Lachen: „Das macht ihr am besten morgens vorm Spiegel. Besser kann man in den Tag nicht starten.“ Da werden Pinguine imitiert, Elefanten, Fische, man nimmt die Lach-Pille und lässt sie wirken.

Dabei erinnert vieles an bekannte Gymnastikübungen, findet Günther Lehmenkühler: „Das ist so ähnlich wie unser Handballtraining früher. Doch damals hatten wir das Lachen vergessen.“

Lachfalten statt Tränensäcken

Willi Hagemann spielt mit starken Bildern und Fantasie: So schickt die Gruppe einen guten Wunsch mit dem Flitzebogen ins All und lacht dem imaginären Pfeil hinterher. Dann beschreiben die Hände ein Herz: „Liebe für die, die uns nahe stehen.“ Bald neigt sich die „lachhafte Stunde“ dem Ende zu und Willi Hagemann resümiert: „Vorher hatten wir Tränensäcke. Jetzt haben wir Lachfalten.“

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