Stadtteilführung für Kinder

In Kettwig gibt es Stadtteilführungen für Kinder

Gerti Wißler und die Handpuppe „Rudolphus vom Mühlengraben“ bei einer Stadtteilführung für Kinder durch die Kettwiger Altstadt.

Foto: STEFAN AREND

Gerti Wißler und die Handpuppe „Rudolphus vom Mühlengraben“ bei einer Stadtteilführung für Kinder durch die Kettwiger Altstadt. Foto: STEFAN AREND

ESSEN-Kettwig.   In Kettwig bietet der Heimat- und Verkehrsverein Stadtteilführungen für Kinder an – mit Gerti Wißler und Handpuppe „Rudolphus vom Mühlengraben“.

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Die Stadtteilführungen des Heimat- und Verkehrsvereins sind eine Erfolgsgeschichte – ob tagsüber oder als Nachtwächterführung, wenn ein Spaziergang durch die historische Altstadt Kettwigs nicht nur hohen Informationswert hat, sondern auch ziemlich romantisch ist.

Zwar nehmen auch immer wieder Kinder mit ihren Eltern an diesen Führungen teil, aber der Wust an Neuem, an Zahlen, an Anekdoten, kann nicht immer kindgerecht verpackt sein. Für Gerti Wißler, die ihren Mann, der für den HVV als Stadtführer aktiv ist, bei seinen Rundgängen begleitete, Anlass genug, sich eine Alternative zu überlegen. Und aus der Idee wurde ein attraktives Angebot für Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter. Die ehemalige Erzieherin bietet seit 2015 Rundgänge für den Nachwuchs an – und dabei hat sie Unterstützung von einer Handpuppe. Das Tier aus Plüsch namens „Rudolphus vom Mühlengraben“ ist quasi der pädagogische Türöffner, erleichtert den Kontakt zu den Kindern. Gerti Wißler: „Ich gehe vorab mit Rudolphus in die Einrichtungen, die sich für solche eine Stadtteilführung interessieren. Ich stelle die Puppe und mich vor und erzähle schon mal ein bisschen etwas über die Historie Kettwigs.“

Historische Bilder machen Führung noch anschaulicher

An diesem Morgen trifft sie die Vorschulkinder der Evangelischen Kita Arndtstraße, die den Gruppennamen „Kakadus“ tragen. Verabredet hat man sich direkt am Mühlengraben. Die zwölf Mädchen und Jungen kommen über die Ruhrbrücke und rufen von dort aus schon nach Rudolphus. Der ruht noch in einer Leinentasche, die Gerti Wißler mitgebracht hat. Übrigens neben laminierten historischen Bildern, die später den Kindern noch anschaulicher machen werden, wie es früher in Kettwig ausgesehen hat.

Begleitet werden die „Kakadus“ von den beiden Erziehern Monika Hoffmann und Robin Bouchard, die eine entspannte Stunde vor sich haben, denn Rudolphus und Gerti Wißler haben die Situation fest im Griff. In der Ruhrstraße fragt die 65-Jährige nach, warum diese Gaststätte wohl früher „Zum wilden Mann“ hieß? Antwortversuch: „Weil man da wild rumlaufen durfte?“ Nicht ganz. Rudolphus erklärt mit Gerti Wißlers Stimme: „Wenn Leute viel Alkohol getrunken haben, werden sie schon mal ganz schön wild...“

Zu Gast im Bistro „Brunnen“

Nur wenige Meter weiter hat das Bistro „Brunnen“ geöffnet. „Extra für uns“, sagt Gerti Wißler. Die Chefin Vanessa Martin begrüßt die Gruppe im vermutlich ältesten Steinhaus der Altstadt. Im Erdgeschoss ist ein Brunnen zu sehen und eine freigelegte Schmiedeesse. Zu Zeiten der Tuchmacherzunft in Kettwig wurde das Gebäude als Färberei genutzt. Rudolphus vom Mühlengraben hat dazu eine ganze Menge zu erzählen...

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