Bezirksvertretung IX

Parkplätze bleiben im Werdener Löwental Mangelware

Parkplätze sind im Löwental Mangelware. Hinten ist das ehemalige Flüchtlingsheim zu sehen. Der von vielen Werdenern gewünschten Kombination Hotel/Kita auf dem Gelände erteilt die Stadt jedoch eine Absage.

Parkplätze sind im Löwental Mangelware. Hinten ist das ehemalige Flüchtlingsheim zu sehen. Der von vielen Werdenern gewünschten Kombination Hotel/Kita auf dem Gelände erteilt die Stadt jedoch eine Absage.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Werden.  Die Bezirksvertretung IX behandelt erneut das Thema Parkraumangebot im Werdener Löwental. Wird es sich verbessern? Das sagt die Verwaltung.

Die Tagesordnung für die Bezirksvertretung IX ist mit immerhin 39 Punkten im öffentlichen Teil sehr umfangreich. Was daran liegt, dass sich das Gremium nach einer zweimonatigen Sommerpause am kommenden Dienstag, 24. September, das erste Mal wieder trifft – wie gewohnt im Kettwiger Rathaus. Dort wird es dann unter anderem um das Parkraumangebot in Werden, speziell im Löwental gehen.

In ihrer Januar-Sitzung hatten die Bezirkspolitiker beschlossen, die Verwaltung möge eine Stellungnahme zur Verbesserung des Parkraumangebotes in Werden im Rahmen des Masterplans für das Löwental abgeben. Die Antwort der Stadtverwaltung wird nun im September Gegenstand der Diskussion sein.

Abriss des Vereinsheims „Tümmler“ aktuell nicht umsetzbar

So geht es um die Fläche Möllenberg, die am Ende der gleichnamigen Straße liegt. Sie gehört der kath. Gemeinde St. Ludgerus und ursprünglich war dort ein Betriebskindergarten der Werdener Krankenhäuser geplant. Nun sei vom Eigentümer eine Stellplatzanlage anvisiert, teilt das Amt für Stadtplanung und Bauordnung mit. Ein Bauantrag liege jedoch noch nicht vor.

Ein Problemkind ist das alte Vereinsheim des Paddelclubs „Tümmler“ am S-Bahnhof Werden. Es steht auf der Prioritätenliste der abzureißenden Gebäude ganz oben – seit Jahren schon. „Die Ausschreibung für den Abriss ist vorgesehen. Da eine Finanzierung aus dem laufenden Baubudget 2019 nicht gesichert ist, ist diese Maßnahme aktuell noch nicht umsetzbar“, heißt es dazu im Verwaltungspapier. Das dürfte die Bezirkspolitiker nicht froh stimmen, denn aufgrund der Tatsache, dass Gebäudeteile einstürzen könnten, sind die Park & Ride-Plätze davor schon seit geraumer Zeit abgesperrt. Und erst nach dem Abriss werden diese wieder zur Verfügung stehen.

Absage an die Kombination Hotel und Kita

Als Folgenutzung könnte sich die Verwaltung die Errichtung eines Bootshauses, etwa zur Erweiterung des benachbarten Kanuvereins, vorstellen. Seitens der Planungsverwaltung sei dieser Standort u.a. für die Abteilung Wassersport des Postsportvereins angefragt.

Immerhin: Den Abriss des ehemaligen Übergangswohnheims peilt die Verwaltung fürs erste Quartal 2020 an. Umgesetzt werden soll dann der Ratsbeschluss von Ende Mai 2019, eine Kita zu errichten. Der Errichtung eines Hotels in Kombination mit einer Kita erteilt die Verwaltung eine klare Absage.

Grundstück darf nur zweigeschossig bebaut werden

„Auf dem einzigen im Eigentum der Stadt Essen stehenden Grundstück Im Löwental 19 ist die Errichtung eines Hotels in einer wirtschaftlich auskömmlichen Größe nicht zulässig, da hier u.a. nur zweigeschossig gebaut werden darf und große Teile des Grundstücks von Bebauung frei zu halten sind.“ Eine alleinige Kita-Nutzung sei hingegen mit den Festsetzungen des Bebauungsplans vereinbar.

Was die Parkraumproblematik im Stadtteil im Allgemeinen angeht: Diese sei der Verwaltung hinlänglich bekannt, es seien aber keine Planungen für das Zentrum Werden vorgesehen. Des Weiteren bleibe der vom Rat der Stadt Essen beschlossene „Masterplan Verkehr Essen 2018“ abzuwarten, der jedoch nur Park & Ride-Plätze für Werden vorsehe.

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