Stadtplanung

Umbau des Kettwiger Rathausplatzes noch nicht in Sicht

Seit Mai 2019 gibt es eine Empfehlung der Bezirksvertretung an die Verwaltung zur Umgestaltung des Rathausplatzes Kettwig. Otto-Leonhard Peus (l.) und Peter Fütterer vom Verein „Wir in Kettwig“ vermissen die Umsetzung.

Seit Mai 2019 gibt es eine Empfehlung der Bezirksvertretung an die Verwaltung zur Umgestaltung des Rathausplatzes Kettwig. Otto-Leonhard Peus (l.) und Peter Fütterer vom Verein „Wir in Kettwig“ vermissen die Umsetzung.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Kettwig.  Der Verein „Wir in Kettwig“ mahnt an, dass die Ideen zur Umgestaltung des Kettwiger Rathausplatzes bei der Verwaltung endlich Beachtung finden.

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Ein Bild gerade rücken möchte Otto-Leonhard Peus, Vorsitzender des Vereins „Wir in Kettwig“. Es seien offensichtlich einige Missverständnisse und Unklarheiten „unterwegs“, was den Rathausplatz Kettwig und den Verein betreffe. Er nimmt dabei Bezug auf den Bürgerdialog mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, der am 4. November im Kettwiger Rathaus stattgefunden hatte.

„Nicht 5000 Euro, sondern 50.000 Euro haben wir als Verein gesammelt“, stellt Peus im Gespräch mit dieser Zeitung richtig. „Das sind verbindliche Zusagen, die Einzugsermächtigungen liegen vor“, ergänzt Peter Fütterer, der als einer der ersten Architekten eine Planungsvariante für die Umgestaltung des Rathausplatzes vorgelegt hatte.

Planungswerkstatt unter Führung des Heimat- und Verkehrsvereins

Das war im Sommer 2016, und die Neubepflanzung im Schotterbeet hatte gerade zu heftigem Für und Wider bei den Kettwiger Bürgern geführt. Fütterer: „Die Verwaltung hatte da 35.000 Euro investiert, aber keine strukturelle Verbesserung eingeleitet“, erklärt der Kettwiger Architekt. Darüber sollte eine Planungswerkstatt unter Führung des Heimat- und Verkehrsvereins entscheiden. „Eine gute und richtige Sache, das finde ich noch heute. Die Kettwiger sollten eigene Ideen einbringen, anstatt sich von der Verwaltung etwas vorsetzen zu lassen, mit dem dann alle wieder nicht zufrieden sind“, sagt Fütterer.

Ein Zielkatalog wurde erarbeitet, ein Workshop mit mehreren Architekten erbrachte verschiedene Vorschläge. Etliche Diskussionsveranstaltungen und Sitzungen der Bezirksvertretung später forderte im Februar 2018 Essens Planungsdezernent Hans-Jürgen Best auf einer Bürgerversammlung der CDU Kettwig eine einheitliche Willensbildung, sprich einen „Wunschzettel“ der Kettwiger ein. Dann könne das Planungsamt tätig werden. Best ließ allerdings keinen Zweifel daran, dass baulicher Erneuerungsbedarf auch in anderen Stadtteilen anstehe.

Nutzbarkeit für Veranstaltungen ist der Bezirksvertretung wichtig

„Dass wir auf der Prioritätenliste nicht ganz oben stehen, ist uns schon klar“, sagt Peus. „Deshalb hat der Verein Wir in Kettwig ja auch begonnen, eigene Mittel zu akquirieren.“ Seit August 2018 sind die Mitglieder aktiv – und haben bislang eben jene 50.000 Euro beisammen.

Im Mai dieses Jahres hat die BV IX die Ideen zur Umgestaltung des Kettwiger Rathausplatzes nun an die Verwaltung weitergegeben – mit der Bitte für mehr Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen zu sorgen und die Nutzbarkeit für Veranstaltungen durch Strom- und Wasseranschlüsse zu ermöglichen. Ferner sollen Sichtachsen und die Prüfung eines Niveauausgleichs berücksichtigt und „gastronomische Aktivitäten“ ermöglicht werden.

Eher enttäuschend sei der Bürgerdialog vor einem Monat gewesen, so Peus: „Der OB hat sich die Vorschläge noch nicht einmal angeschaut“. Jetzt sei es wiederum an der Bezirksvertretung, da mal nachzuhaken, finden die beiden: „Denn der Impuls, den wir aus Kettwig gegeben haben, trotz aller gegensätzlichen Ansichten, soll ja nicht versickern.“

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