Theater

Wandertheater in Werden ist eine teuflisch wilde Mischung

Im Stil eines verwunschenen Wandertheaters präsentiert sich „Das Imaginarium des Doktor Spazulini“. Die Schauspieler sind vom 8. bis 25. August in Essen-Werden zu Gast.

Im Stil eines verwunschenen Wandertheaters präsentiert sich „Das Imaginarium des Doktor Spazulini“. Die Schauspieler sind vom 8. bis 25. August in Essen-Werden zu Gast.

Foto: Veranstalter

Essen-Werden.  Straßen- und Zelttheater in Werden: Compagnia Buffo und Convoy Exceptionell präsentieren „Das Imaginarium des Doktor Spazulini“. Darum geht es.

Mit einem alten Schaustellerwagen, einer schrägen Theatertruppe und dem Teufel im Schlepptau zieht Doktor Spazulini übers Land. Mit seinem magischen Spiegel entführt er die Zuschauer ins Reich der Fantasie. Als gnadenloser Spieler hat er aber nicht nur die Unsterblichkeit gewonnen, sondern auch sein Glück an den Teufel verspielt. Kann er seine Seele und die der anderen Menschen trotzdem retten?

„Das Imaginarium des Doktor Spazulini“ ist eine Mischung aus Zelttheater und Straßenzirkus. Vom 8. bis zum 25. August ist die Show auf dem Platz der Werdener Feintuchwerke zu erleben. Zuschauer begegnen dabei erneut Willi Lieverscheidt, der mit seiner Compagnia Buffo in den vergangenen Sommern bereits für fantasievolles Theater in seiner Geburtsstadt Werden sorgte.

Unterwegs in einem alten Möbelwagen

Dieses Mal ist er nicht allein auf der Bühne, sprich in der Manege des kleinen Zeltes. Der Convoy Exceptionell ist zugegen. Das Ensemble ist eine moderne Patchwork-Familie – mehrere Generationen mit fünf großen und drei kleinen Zweibeinern, zwei Hunden und einer Katze. Im Stil eines verwunschenen Wandertheaters aus einer anderen Dimension ziehen sie mit einem alten Möbelwagen den Sommer über durchs Land. In diesem gibt es Kaffee und Kekse, Eintrittskarten und die Möglichkeit zum gemütlichen Verweilen vor der Vorstellung.

Christine Geyer und Lehmann Walther, bekannt als „Kaspar & Gaya“, sowie Jasmijn Rubingh, Tobit van Vliet und Nina und Jan Soencksen sind dabei. Und eben Willi Lieverscheidt, der die Akteure gut kennt – seit einigen Jahren schon lebt man in einer Wohngemeinschaft zusammen.

„Der Reiz daran ist das Miteinander“

„Zehn Jahre habe ich allein auf der Bühne gestanden und meine Projekte verfolgt. Nun sollte es mal eine Abwechslung geben“, erklärt der 73-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion. „Der Reiz daran ist das Miteinander“. Das Zeltspektakel wartet mit akrobatischen Vorführungen auf, mit poetischer Musik, einer Prise schwarzen Humors – die Schauspieler bedienen sich hierbei querbeet aus den Bereichen von Straßentheater, Zirkus, Tanz und Musik.

Erzählt wird die Geschichte der Menschen, die dem Vagabunden Doktor Spazulini vertrauen. Er entführt sie mittels eines Spiegels in das Reich der Träume. Mit seinem unbeirrbaren Glauben an die Kraft der Kreativität stellt er sich gegen die Mächte der teuflischen Verführungen. Es ist eine Fehde zwischen Doktor Spazulini und Madame Poke, dem Teufel. Die Kontrahenten liefern sich ein komisch-skurriles Duell und sorgen für jede Menge Stoff zum Lachen und Staunen.

Es gibt Familienvorführungen

Wie das Spiel um die Seelen der Menschen ausgeht, möchte Willi Liverscheidt natürlich nicht verraten. Nur soviel: Ein plötzlich aufgetauchter Unbekannter könnte eine Wende bringen. Seelenverkauf und Teufelszeug – keine einfache Thematik, weiß Lieverscheidt. „Aber wir bieten aber auch Familienvorführungen an, so dass auch die jüngeren Besucher diese fantasievollen Vorführungen miterleben können.“

Premiere ist am Donnerstag, 8. August, um 19.30 Uhr. Bis zum 25. August wird mittwochs bis samstags immer um 19.30 Uhr gespielt, sonntags eine Stunde früher. Samstags ist um 15.30 Uhr eine Familienvorstellung, sonntags um 11 Uhr.

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