Weihnachtsmarkt

Kurioses und Kulinarisches vom Weihnachtsmarkt Essen

Und alles umspannt ein Lichternetz: Blick von oben auf den Kennedyplatz. Der Weihnachtsmarkt in Essen erstreckt sich auch durch andere Bereiche der Innenstadt: den Kennedyplatz, die Rathenaustraße.

Und alles umspannt ein Lichternetz: Blick von oben auf den Kennedyplatz. Der Weihnachtsmarkt in Essen erstreckt sich auch durch andere Bereiche der Innenstadt: den Kennedyplatz, die Rathenaustraße.

Foto: WAZ FotoPool

Essen.   Wir präsentieren die ultimative Auswahl: Die wichtigsten Preise, die besten Schmankerl, die kuriosesten Geschenke. Am ersten Wochenende war der Budenzauber in der Innenstadt gerammelt voll. Auf dem Weihnachtsmarkt in Essen gibt es sogar Currywurst mit echtem Gold.

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Nun ist sie wieder da, die Zeit, in der sich die Essener Innenstadt in einen riesigen Christbaum verwandelt und man hier von einem gedeckten Gabentisch zum nächsten geschoben wird. Zehntausende Besucher strömten zum ersten Weihnachtsmarktwochenende in die City. Wir sind mitgelaufen.

Festtafel

Die Festtafel ist so reich gedeckt, dass sie auch für zehn heilige Abende reicht. Neben den Allroundern Bratwurst (ab 3 Euro) oder Pommes (ab 1,50 Euro) brutzelt man international. Polnisches Bigos (Krauttopf, 4 Euro) erwärmt den Fan der Hausmannskost. Ungarische Bio-Pizza (Lagos, ab 3,50 Euro) das Herz des Food-Ökos. Der Rolls-Royce ist die Currywurst mit Goldflitter oder -pulver (mit Pommes und Champagner, 27 Euro/Willy-Brandt-Platz). Eine 35-Meter-Warteschlange gibt es – wie immer – vor der Peru-Kartoffel (7 Euro/Allbauhaus).

Geistreiches

Das Wichtigste: Die Glühweinpreise (ab 3 Euro) sind stabil geblieben. Wer ein bisschen sucht, findet aber auch Angebote für 2 Euro. Die beliebtesten „Veredler“? „Rum oder Amaretto, ganz klar“, verrät Schausteller Richard Müller.

Gabentisch

„Was es so alles gibt“, ist wie in jedem Jahr die wichtigste Erkenntnis. Wer in den zahllosen Hüttchen nicht das passende Präsent findet, hat entweder einen Außerirdischen zum Partner oder mit Weihnachten so gar nichts im Sinn. Was zunächst anmutet wie die Auslage eines Schrotthändlers mit verrosteten Schraubenschlüsseln und allerlei mehr, entpuppt sich als Schoko-Stand (der Renner am Wochenende: große Mutter und passende Schraube mit viel Patina/Willy-Brandt-Platz). Einen singenden Elvis als Christbaumornament oder eine Mini-Wurlitzer gibt es bei den American Gifts (Willy-Brandt-Platz). Und die beleuchteten Keramik-Häuschen für die Omi gehören zum Markt, wie der Bart zum Nikolaus (Kennedyplatz).

Festtags-Gag

Für 3,50 Euro gibt es an den Selbstbedienungs-Fotoautomaten Erinnerungsbilder, die nichts als den Fotografierten selbst zeigen – vom Weihnachtsmarkt keine Spur. Vorsicht, versteckte Kamera?

Geduld

Für alle Hektiker: Kommt man ohne innere Ruhe, wird der Besuch so schrecklich, wie der der nörgelnden Schwiegermutter zum Fest. Immer schlendert jemand zu langsam vor einem her, bleibt abrupt stehen oder kreuzt unmotiviert den Weg. Von den vielen Hacken-Tretern ganz zu schweigen. Also: Alltagsstress zu Hause lassen. Dann lässt es sich gut mitströmen.