Halloween

Meist junge Vandalen missbrauchen die Halloween-Feier

In der Halloween-Nacht kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen, unter anderem durch Eier-Werfer.

Foto: Fabian Stratenschulte

In der Halloween-Nacht kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen, unter anderem durch Eier-Werfer. Foto: Fabian Stratenschulte

Essen.   In der Halloween-Nacht kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen. Die Polizei appelliert an Zeugen und Opfer, den Notruf zu wählen.

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Die Essener Polizei warnt vor Sachbeschädigungen und Vandalismus während der Halloween-Nacht. „Es kommt immer wieder zu typischen Straftaten“, berichtet Polizeisprecherin Judith Herold. „Viele Jugendliche sind sich nicht bewusst, dass sie eine Straftat begehen. Sie sehen das als Scherz an.“ Gemeint sind damit vor allem Eierwürfe gegen Häuserfassaden, Sprühereien gegen Autos oder gezündete Böller in Briefkästen. Vorfälle, mit denen es in der Vergangenheit auch Essener Polizeistreifen in Halloween-Nächten zu tun hatten.

Und die auch diesmal ein Auge darauf haben. „Von uns gibt es eine konsequente Strafverfolgung“, kündigt Judith Herold an. „Die Polizei kann deutlich zwischen Straftaten und Scherzen unterscheiden.“

Ein Problem ist allerdings, dass oft keine Strafanzeige gestellt wird. Sowohl Opfer als auch Zeugen sollten keine Mühe scheuen, den Notruf zu wählen, appellieren die Experten der Polizeilichen Kriminalprävention.

Opfer haben Anspruch auf Schadenersatz

Sachbeschädigungen können mit Geld- oder gar Freiheitsstrafen geahndet werden. Auch zivilrechtliche Ansprüche zur Wiedergutmachung des Schadens können geltend gemacht werden. Und: Wer auf nächtlicher Tour mit einer Freundesgruppe dabei ist, aus der heraus beispielsweise Eier geschleudert oder Parkbänke demoliert werden, wird unter Umständen wegen „gemeinschaftlicher Sachbeschädigung“ belangt. Auch dürfen unbeteiligte Passanten nicht derart erschreckt werden, dass sie gesundheitliche Probleme bekommen. Judith Herold: „Der Spaß hat deutliche Grenzen.“

Die Polizei wird in der Halloween-Nacht ein besonders wachsames Auge auf Gruppen junger Leute werfen, die sich auffällig verhalten. Der beliebte Zombiewalk in der Essener City am Dienstag, 31.Oktober, gilt an sich zwar als unkritisch, weil die gruselig verkleideten Teilnehmer laut Initiative als „außerordentlich diszipliniert“ gelten. Trotzdem ist die Polizei vor Ort und wird vor allem den Hauptbahnhof im Blick behalten.

Präsenz am Essener Hauptbahnhof

Denn im vergangenen Jahr hatten sich in der Halloween-Nacht unerwartet größere Gruppen von Nordafrikanern im und am Hauptbanhof versammelt, so dass sie von herbeigerufenen Polizeikräften beobachtet und dann auch auf ihrem Weg zum Zombiewalk begleitet wurden. Zu Diebstählen, Übergriffen oder anderen Straftaten sei es aber nach Angaben des Präsidiums nicht gekommen.

Auch diesmal zeigt die Polizei am Hauptbahnhof Präsenz. Der Veranstalter hat 500 Teilnehmer angemeldet, die Zahl der Kostümierten könnte sich aber noch erhöhen. Die Zombies treffen sich am Dienstag, 31. Oktober, ab 17.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz. Dort werden sie bis etwa 19 Uhr ausharren und dann bis 21 Uhr durch die Fußgängerzonen in der City ziehen.

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