Polizei

Anklage nach Gruppenvergewaltigungen in Essen erhoben

Milva Schonhauer, Kriminaloberkommisarin (l-r), Ulrich Schmitz, Kriminalhauptkomissar, und Anette Milk, Oberstaatsanwältin, während einer Pressekonferenz zu den Festnahmen nach den Sexualstraftaten in Essen.

Milva Schonhauer, Kriminaloberkommisarin (l-r), Ulrich Schmitz, Kriminalhauptkomissar, und Anette Milk, Oberstaatsanwältin, während einer Pressekonferenz zu den Festnahmen nach den Sexualstraftaten in Essen.

Foto: dpa (Archiv)

Essen.  Mehrere Verdächtige aus Essen, Gelsenkirchen und Wuppertal sollen Mädchen in Essen missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben.

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Die Staatsanwaltschaft Essen hat Anklage gegen die fünf Verdächtigen in Fällen mehrerer Gruppenvergewaltigungen erhoben. Der Tatvorwurf lautet Vergewaltigung in sieben Fällen, dabei soll es offenbar in drei Fällen bei Versuchen geblieben sein. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Anette Milk am Morgen gegenüber dieser Redaktion.

Die jungen Männer sollen in Essen sieben Mädchen in Autos missbraucht haben. Die Tatverdächtigen sind zwischen 16 und 23 Jahren alt, stammen aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal. Vier von ihnen sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittle trotz Anklage weiter, ob es weitere Täter gebe. Es könne außerdem nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Opfer gebe.

Die Tatverdächtigen haben ihre Opfer über soziale Netzwerke kontaktiert

Die Tatverdächtigen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Schülerinnen aufgenommen haben. Zunächst habe sich ein Mitglied der Gruppe mit einem Mädchen getroffen. Dann seien weitere junge Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren und habe dem Mädchen das Handy abgenommen, bevor es dann an entlegenen Orten zu den Sexualstraftaten gekommen sei.

Das Landeskriminalamt NRW hatte nach Bekanntwerden dieser Taten Verhaltenstipps für Jugendliche und Eltern zusammengestellt und unter anderem dazu aufgerufen, sich "nie allein mit einem Ihnen nicht persönlich bekannten Chatpartner" zu treffen.

Das Verfahren gegen die jungen Männer wurde an die Jugendstrafkammer gegeben, um den Opfern eine Tortur und mehrfache Aussagen zu ersparen. Laut Oberstaatsanwältin Milk werden die volljährigen Tatverdächtigen aber nach Erwachsenenstrafrecht behandelt. (tat/kari/dpa)

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