Unglück Seaside Beach Essen

Nach Unglück: Nächste Essener Open-Air-Konzerte finden statt

Am Tag nach dem Unglücks-Konzert in Essen am Seaside Beach: Die LED-Wand der Bühne war heruntergekracht. Die nächsten Konzerte finden trotzdem statt.

Am Tag nach dem Unglücks-Konzert in Essen am Seaside Beach: Die LED-Wand der Bühne war heruntergekracht. Die nächsten Konzerte finden trotzdem statt.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen.  Zwei Wochen nach dem Unglück beim Konzert von Casper und Marteria in Essen treten Mark Forster und Alligatoah trotzdem planmäßig auf.

Nach dem dramatischen Unglück beim Open-Air-Konzert der Sänger Marteria und Casper am Essener Baldeneysee, bei dem am 31. August 30 Menschen verletzt wurden, finden die nächsten beiden Konzerte auf dem Gelände des Seaside Beach statt wie geplant. Das bestätigte eine Sprecherin des Kölner Veranstalters auf Anfrage unserer Redaktion. Am Freitag, 13. September, tritt der Sänger Alligatoah auf, am Samstag, 14. September, gibt der Sänger Mark Forster ein Gastspiel am Seaside Beach. Das Konzert von Mark Forster ist ausverkauft.

Konzert wurde abgebrochen, Rückgabe-Möglichkeiten der Tickets noch unklar

Bei dem Unglücks-Konzert brach während eines Sturms eine LED-Wand von der Bühne und begrub manche Konzertbesucher unter sich. Zwei Personen schwebten zeitweise in Lebensgefahr.

Weitere Angaben machte der Konzertveranstalter noch nicht. Ob die Tickets des Konzerts, das nach dem Unglück abgebrochen wurde, zurückgegeben werden können, werde derzeit geprüft, heißt es. Unterdessen haben sich Vertreter der Stadt und des Veranstalters am Unglücksort noch mal getroffen und das weitere Vorgehen besprochen. „Das Bauordnungsamt der Stadt wird erneut eine Gebrauchsabnahme der Bühne durchführen“, kündigt Silke Lenz an, die Sprecherin der Stadt Essen.

Zusätzliche Durchsagen sollen Sicherheit der Besucher erhöhen

An der Stichstraße vom Konzertgelände zur Freiherr-vom-Stein-Straße soll zusätzliches Licht installiert werden. Während der Veranstaltungen am Freitag und Samstag sollen Durchsagen gemacht werden, wo die Fluchtwege sind, Ausgänge, und wo sich Helfer des Roten Kreuzes aufhalten.

Nach dem Unglück hatte die Polizei Konzertbesucher aufgerufen, ihre Handyfotos und -videos zur Verfügung zu stellen, die den Vorgang zeigen. „77 Dateien sind auf unserer Internet-Seite hochgeladen worden“, berichtet eine Polizei-Sprecherin. Die Auswertung finde derzeit statt. Mittlerweile seien übrigens alle verletzten Konzertbesucher wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Die Zahl der Verletzten war in den vergangenen Tagen von 28 auf 30 angestiegen, weil sich nach Aufrufen der Polizei noch weitere Betroffene gemeldet hatten.

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