Ermittlungen

Nach Zoff in Essen: SEK-Einsatz bei libanesischer Familie

Auf der Suche nach einer Schusswaffe durchsuchte ein

Auf der Suche nach einer Schusswaffe durchsuchte ein

Foto: Emde

Essen/Herten.   Bei einem Streit zweier Clans in Katernberg soll eine Schusswaffe gezogen worden sein. Deshalb durchsuchte die Polizei eine Wohnung in Herten.

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Nach einem wohl größeren Streit zweier libanesischer Großfamilien in Essen haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei am frühen Freitagmorgen eine Wohnung in Herten gestürmt. Die Beamten waren auf der Suche nach einer Schusswaffe, mit der im Laufe der Auseinandersetzung im Essener Stadtteil Katernberg gedroht worden sein soll.

Wie Polizeisprecher Peter Elke am Freitag erklärte, sei das corpus delicti nicht gefunden worden. Kriminalbeamte fanden lediglich eine alte Kriegswaffe, deren Funktionsfähigkeit allerdings fraglich sei. Dennoch falle sie unter das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Bei dem Einsatz in Herten erlitt ein 21-jähriges Familienmitglied leichte Gesichtsverletzungen. Offenbar, so Elke, war der junge Mann nicht mit den polizeilichen Maßnahmen einverstanden und widersetzte sich.

Worum es bei dem Streit „einer Vielzahl von Personen auf offener Straße“ am 10. Februar in Katernberg ging, weiß die Polizei nach eigenem Bekunden noch nicht.

Nach der Auseinandersetzung habe man die Familien in einer sogenannten Gefährderansprache vor weiteren Eskalationen gewarnt. Dennoch setzten sie ihren heftigen Streit bereits am nächsten Tag wieder fort. Mögliche Verletzte sind der Polizei nicht bekannt. (j.m.)

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