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Neue Domke-Komödie feiert Premiere im Theater Freudenhaus

Kerstin Kramer und Oliver Fleischer (r.) spielen die Huschkes in Sigi Domkes neuer Komödie „Voll verstopft“, die am 12. Oktober Premiere im Theater Freudenhaus feiert

Foto: Knut Vahlensieck

Kerstin Kramer und Oliver Fleischer (r.) spielen die Huschkes in Sigi Domkes neuer Komödie „Voll verstopft“, die am 12. Oktober Premiere im Theater Freudenhaus feiert Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Für die Komödie „Voll verstopft“ kehrt Schauspieler Oliver Fleischer nach zehn Jahren zurück ins Theater Freudenhaus. Premiere am 12. Oktober.

Es sind die kleinen Katastrophen im Leben, die sich für die große Komödie eignen. Das hat sich wohl auch Sigi Domke gedacht, als er in seiner neuen Komödie einen verstopften Abfluss als Ausgangspunkt für sein neues Stück „Voll verstopft“ auserkoren hat, das am 12. Oktober Premiere im Theater Freudenhaus feiert.

Im Mittelpunkt des Stücks steht Familie Huschke. Gerd Huschke feiert in drei Tagen Geburtstag und erwartet deshalb zu Hause große Gesellschaft. Da kann er es gar nicht gebrauchen, dass ausgerechnet jetzt ein verstopfter Abfluss eine Überschwemmung in der Wohnung auslöst. Zum Glück haben ihm Freunde einen Handwerker empfohlen – doch dieser erweist sich als absolute Graupe in seinen Job. Dass sich Huschkes Tochter in dessen Gehilfen, einen russischen Hilfsarbeiter verknallt, steigert Gerds Laune auch nicht gerade...

Bekannt durch „Danni Lowinski“

„Gerd Huschke ist eigentlich ein netter Typ, ein wenig verspießt, der die Ordnung liebt, aber dessen Leben im Chaos unterzugehen droht, wenn ihn seine Frau da nicht immer wieder heraushelfen würde“, beschreibt Oliver Fleischer seine Rolle. Der gebürtige Bottroper, der zwischenzeitlich unter anderen durch die TV-Serie „Danni Lowinski“ bekannt geworden ist, kehrt nach zehn Jahren wieder ans Theater Freudenhaus zurück. Dort verkörperte er unter anderem Hans Werner Kopleck, den Sohn in Sigi Domkes Dauerbrenner „Die Freunde der italienischen Oper.“ Trotz der Dekade, den sein letzter Auftritt in dieser Rolle zurücklag, habe er sich schnell wieder zu Hause gefühlt an der Steeler Bühne, so Fleischer: „Die meisten hier kenne ich ja noch, das war schon fast so wie zur Familie zurückzukehren.“

Auch wenn der Sohn im alten Stück in der neuen Produktion den Vater spielt, entdeckt er in beiden Rollen durchaus eine Seelenverwandtschaft: „Es ist ja nicht selten so, dass die Söhne so werden wie die Väter – und Gerd Huschke ist durchaus ein ähnlicher Typ wie Heinz Kopleck aus der ,Oper’“.

Menschenschlag im Ruhrgebiet

Ganz neu im Freudenhaus-Team ist der Regisseur René Linke: Der Krefelder hat bereits in Essen, Duisburg, aber auch in Cottbus inszeniert und oft mit Rainer Besel, dem künstlerischen Leiter des Theater Freudenhaus zusammengearbeitet. Dieser holte ihn nun auch zur Essener Bühne. Um eine Ruhrpott-Komödie zu inszenieren, sei es nicht nur wichtig, den richtigen Zungenschlag, sondern auch den richtigen Menschenschlag zu treffen, betont Linke. So seien die Menschen aus dem Revier einfach, direkt und ehrlich. „In Düsseldorf würde das Stück nicht funktionieren“, ist er überzeugt, denn: „Die tragen die Nase zu hoch, sie wissen nicht, wie es ist, sich selbst wieder aus dem Elend zu ziehen.“

Der Titel des Stücks, „Voll verstopft“ beziehe sich nicht nur auf den Zustand der Abwasserleistung, sondern sei in mehrerlei Hinsicht auch auf die Protagonisten übertragbar, erläutert der Regisseur. „Da spielen körperliche Verstopfungen tatsächlich ebenso eine Rolle wie Verstopfungen der Seele, die im Laufe des Stücks zum Vorschein kommen. „Es tun sich Abgründe auf, die Menschen verändern sich bis zur Kenntlichkeit.“, betont Linke. Doch allzu psychologisch wird’s nicht, der Humor soll die Überhand behalten, verspricht er. Lachen wirkt ja bekanntlich befreiend-- auch bei seelischen Verstopfungen.

>>> TERMINE UND KARTEN:

Die Premiere von „Voll verstopft“ im Theater Freudenhaus im Grend, Westfalenstraße 311, ist am Donnerstag, 12. Oktober, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen: 14., 20. und 21. Oktober, 20 Uhr, 15. und 22. Oktober, 17 Uhr.K arten (19 Euro): 0201/851-32 30.

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