Soziales

Borbecker Don-Bosco-Club sucht Förderer

Marvin Schroeter (Box-Team), Peter Kowitz (erstes Fördermitglied), Pater Otto Nosbisch, Box-Chef Tom Jekel und  Stifter Freddy Fischer (v.l.) unterstützen den Don-Bosco-Club.

Foto: FUNKE Foto Services

Marvin Schroeter (Box-Team), Peter Kowitz (erstes Fördermitglied), Pater Otto Nosbisch, Box-Chef Tom Jekel und Stifter Freddy Fischer (v.l.) unterstützen den Don-Bosco-Club. Foto: FUNKE Foto Services

Essen-Borbeck.   Die Borbecker Einrichtung für Kinder und Jugendliche wird seit Jahren von der Freddy-Fischer-Stiftung mitfinanziert. Das Box-Team hat 120 Mitglieder.

An der Wand hängt ein Bild von Muhammad Ali und Joe Frazier, den Boxlegenden vergangener Zeiten und vielleicht den Vorbildern der Kinder, die im Keller des Don-Bosco-Clubs in Borbeck in den Ring steigen.

Vor vier Jahren baute Tom Jekel mit der Unterstützung der Freddy-Fischer-Stiftung das Box-Team auf. Angefangen hat es mit sechs Mitgliedern, nun sind es über 120 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig dort trainieren und seit Beginn der Kooperation mit der DJK Eintracht Borbeck vor zwei Jahren auch die Möglichkeit haben, sich mit anderen auf Leistungsniveau zu messen.

„Wir wollen Jugendliche in ihrer Entwicklung und Persönlichkeit fördern“, sagt Pater Otto Nosbisch, Direktor des St. Johannesstifts, das Träger der Don-Bosco-Einrichtung ist. Aber allein mit städtischen Fördermitteln komme man nicht mehr über die Runden. „Die betriebswirtschaftlichen Kosten und die Förderung einzelner Jugendlicher muss finanziell gesichert werden“, betont Pater Otto. Aus diesem Grund hat Freddy Fischer, der mit seiner Stiftung schon seit 2006 die Borbecker Jugendeinrichtung unterstützt, die „Freunde und Förderer des Don-Bosco-Clubs Essen-Borbeck“ gegründet. Boxtrainer und Pädagoge Tom Jekel stellt klar: „Der Pool an Sponsoren ist überlebenswichtig für uns.“

Anfragen von Schulen

Das erste Fördermitglied war Peter Kowitz. Der Unternehmer brachte seinen Sohn schon in den Don-Bosco-Kindergarten, später boxte sein Sprössling im gleichnamigen Club. „Wir wollen ein Mikrosponsoring auf die Beine stellen“, erklärt Kowitz, „kleine und mittelständische Unternehmen können uns mit kleinen Beträgen unterstützen“. Der Don-Bosco-Club leistet nicht nur mit seinem Box-Team wichtige Jugendarbeit im Stadtteil. Über 100 Kinder kommen jeden Tag in die Einrichtung, erhalten ein warmes Mittagessen von der „Tafel immersatt“ und zwei Stunden lang Hausaufgabenbetreuung – darunter sind auch die Schüler der internationalen Klasse des benachbarten Gymnasiums. „Hier erlebst du gelebte Integration, auf ganz natürlicher Ebene“, sagt Freddy Fischer, „wir sind ein Anker für die Jugendlichen“.

Acht Flüchtlinge kämpfen bereits im Boxteam, vier von ihnen werden Richtung Ende des Jahres an Wettkämpfen teilnehmen und in Zukunft ein Boxtraining von Flüchtlingen für Flüchtlinge aufbauen. Man habe mittlerweile 30 Kinder auf der Warteliste des Box-Teams, Schulen fragten an, ob Jekel und seine Kollegen Box-Arbeitsgemeinschaften geben könnten. Jekel erklärt sich die Beliebtheit des Boxens mit dem Spaß der Kinder. „Sie bekommen dabei ein ganz neues Selbstbewusstsein“.

Nähere Informationen zum Projekt gibt die Freddy-Fischer-Stiftung auf ihrer Webseite. Dort finden Interessierte, die das Box-Team finanziell unterstützen möchten, auch ein Antragsformular.

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