Drei Bauanträge

SPD warnt vor Verkehrschaos in Essen-Altenessen

Der bestehende Aldi in Essen-Karnap soll an anderer Stelle neu errichtet werden. Die SPD Altenessen befürchtet weitere Verkehrsprobleme.

Der bestehende Aldi in Essen-Karnap soll an anderer Stelle neu errichtet werden. Die SPD Altenessen befürchtet weitere Verkehrsprobleme.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen-Altenessen.  In Altenessen soll ein Kulturzentrum entstehen. Außerdem ist eine Zwischenlösung für die Polizeiwache geplant. Und Aldi möchte auch umziehen.

Drei Bauvorhaben alarmieren die SPD in Altenessen: An der Straße Schnieringshof möchte eine jesidische Gemeinde ein Kulturzentrum eröffnen, gleichzeitig soll die Polizei vorübergehend in ein Bürogebäude an der Ecke Johannisstraße einziehen. Und an der Karnaper Straße soll ein neuer Aldi-Markt errichtet werden. In allen drei Fällen befürchtet die SPD große Verkehrsprobleme.

Vanessa Gremer, die neue Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung V, bezieht sich in ihrem Antrag an das Gremium auf eine Mitteilung des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung. Demnach wurde ein Antrag auf Umbau und Nutzungsänderung einer Gewerbehalle in ein jesidisches Kulturzentrum gestellt. Dieses solle 120 Sitzplätze haben.

Interimslösung für Polizeiwache in Essen-Altenessen

Im gleichen Areal solle jedoch auch die neue Polizeiwache Altenessen mit weiteren Fachbereichen errichtet werden. „Unseres Wissens nach läuft der Mietvertrag am Mallinckrodtplatz Ende des Jahres aus“, sagt Vanessa Gremer. „Das Land Nordrhein-Westfalen sucht noch immer einen neuen Standort in Altenessen.“ Wunsch der SPD wäre das ehemalige Aldi-Grundstück an der Krablerstraße. Das ist seit dem Umzug des Aldis ins neue Einkaufszentrum ungenutzt. Die Ruine am Bahnhof komme angesichts der schwierigen Eigentumsverhältnisse eher nicht in Betracht.

Die neue Polizeiwache an der Johanniskirchstraße bleibe wohl nur eine Übergangslösung, „aber interimsmäßig sprechen wir sicherlich von fünf Jahren, die sie genutzt wird“, so die Bezirksvertreterin. Schon jetzt existiere in dem Areal eine Moschee, durch die es „immer wieder zu erheblichen verkehrlichen Problemen“ komme, „vor allem, was die Parkplatzsituation angeht“.

Beschwerden über Verkehrsprobleme gibt es bereits jetzt

Die Beschwerden der Anwohner aus diesem Bereich seien bekannt. Vanessa Gremer: „Ebenfalls müssen auch die bestehenden Gewerbebetriebe vor Ort bei der Planung bedacht werden. Es gab bereits Wegzüge von Gewerben, weil die Probleme in diesem Bereich den ungestörten Geschäftsbetrieb nicht mehr gewährleisten können.“

Sorgen bereitet auch das Vorhaben, an der Karnaper Straße einen neuen Aldi-Markt zu eröffnen. Schon jetzt gebe es dort Unfälle. Fakten soll nun ein Verkehrsgutachten liefern. Bauanträge sollten nicht beschieden werden, bis über alle Planungen informiert worden ist.

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