Jahresrückblick

Vermüllung der Stadtteile ist das Thema des Jahres

Der Fußgängertunnel zwischen Arendahls Wiese/Köln-Mindener-Straße in Essen Stoppenberg wurde bunt angemalt.

Der Fußgängertunnel zwischen Arendahls Wiese/Köln-Mindener-Straße in Essen Stoppenberg wurde bunt angemalt.

Foto: Socrates Tassos

Streit um Schilderaktion gegen wilden Müll. Projekte der Grünen Hauptstadt fanden Anklang. Parkour auf Zollverein eröffnet. Lärmschutz in Karnap.

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Januar

– Im Grüne-Hauptstadt-Jahr wird der Tunnel unter der Köln-Mindener-Eisenbahn verschönert. Im Dezember wird der frühere „Un-Ort“ (Bild) eingeweiht.

– In Karnap-Ost beginnen die Kanalarbeiten für das Drainagesystem, das den Grundwasserspiegel an der Emscher senken soll.

– Die ev. Kirchengemeinde Katernberg freut sich, dass wenigstens eine gestohlene Silber-Kanne wiedergefunden worden ist. Foto: Tassos

Februar

– Mit dem „Bürgerhaus“ schließt Karnaps zweitletzte Gaststätte. Das Wirte-Ehepaar Ilona und Jörg Göbel gibt – auch – aus gesundheitlichen Gründen auf.

– Die Katernberger Fußballvereine DJK und Sportfreunde fusionieren und spielen künftig gemeinsam auf der Anlage an der Meerbruchstraße.

– An der Emschertalbahn, die in Karnap die Karnaper Straße kreuzt, werden die letzten Lücken in der Lärmschutzwand geschlossen. Peter Ruth und Herbert Scheele (Bild) haben sich lange Zeit für sie eingesetzt.

– Die Stadt kündigt die Schließung der beiden Flüchtlingsunterkünfte an der Kapitelwiese in Stoppenberg an. Bis zu 150 Männer, Frauen und Kinder hatten hier vorübergehend gewohnt.

März

– Das Karnaper Vogelschießen fällt in diesem Jahr aus. Der Bürgerschützenverein Karnap 1883 findet keine Anwärter fürs Schießen.

– Auf dem Katernberg Markt startet das zweijährige Projekt „Mobilitea“. Damit die verschiedenen Kulturen im Stadtteil in Kontakt treten können, treffen sich die Bewohner zum Tee.

– Der Allbau beginnt am Stakenholt in Vogelheim mit dem Bau von 48 öffentlich geförderten Wohnungen.

April

– Auf der Zeche Carl in Altenessen entsteht auf einer 250 m2 großen Brachfläche ein Gemeinschaftsgarten. Markus Poganatz betreut „Carls Garten“.

– Der Runde Tisch im „Treffpunkt Süd“ an der Erbslöhstraße wird von 14 Wohnungsunternehmen für seine Integrationsarbeit ausgezeichnet.

– Gigant trifft kleinen Krauter: Die Metro GmbH stellt ihren umgebauten Markt in Vogelheim vor, in dem viele Trinkhallenbesitzer einkaufen.

– Neben der Sauer-Orgel in der Alten Kirche in Altenessen wird auch das Instrument in der evangelischen Kirche am Katernberger Markt restauriert. Der dritte Abschnitt mit dem Hauptwerk kostet noch einmal 40 000 Euro.

Mai

– Auf der Stauderstraße sowie auf der Emscherstraße stauen sich die Autotransporter, die zur Firma Helf möchten. Die Politik ringt lange um eine Lösung.

– Der Männergesangsverein Schonnebeck löst sich 120 Jahre nach seiner Gründung auf. Es fehlt – wie in so vielen Chören – an Nachwuchs.

– Ein Schiffskran reißt eine Stromleitung über dem Stadthafen herunter. Tausende von Haushalten sind ohne Strom. Am Jahresende dauert der Rechtsstreit von Betroffenen mit dem Verursacher noch an.

Juni

– Der Nordpark in Altenessen-Süd bekommt eine Verjüngungskur. Nach Anregungen von Anwohnern werden neue Wege, Sitzgelegenheiten, Spielflächen und Grünanlagen errichtet.

– Die einstige Schirrmann-Realschule wird zum Schuljahr 2018/19 wieder eigenständig, nachdem sie zuletzt eine Dependance der Franz-Dinnendahl-Realschule in Kray war. Das beschließt der Rat.

– Die Vermüllung des Essener Nordens ist das Hauptthema in diesem Sommer. Ob in Karnap oder Altenessen, Vogelheim oder Katernberg – überall klagen die Bürger über wilde Müllkippen. Die EBE bemüht sich nach Kräften, den öffentlichen Abfall abzufahren.

– Die Ruine Nr. 7 an der Josef-Hoeren-Straße steht zur Versteigerung an. Erst zum Jahresende finden sich Interessenten, die sich eine Zukunft dieser brachliegenden Baustelle vorstellen können.

– Am Berthold-Beitz-Boulevard wächst das nächste „Kaufland“.

Juli

– Der „Katzensprung“, Katernbergs Bücher- und Schreibwarenladen an der Hanielstraße, schließt. Besitzerin Elke Zepig macht nach 13 Jahren Schluss.

– Nach langem Hin- und Her werden auf dem Karnaper Markt Parkplätze für 13 Autos geschaffen.

– „Essener Chancen“ eröffnet auf dem RWE-Leistungszentrum den „Lernort Seumannstraße“.

August

– Mit seinem „Müllsong“ singt Thomas Sterner gegen die Vermüllung an. Im Clinch liegt er mit der SPD wegen seiner geplanten Schilderaktion. Viele andere Bürger unterstützen ihn.

– Gel-Platten sollen den Gestank am Stoppenberger Bach neutralisieren. Doch auch sie reichen nicht aus – es stinkt abends weiterhin.

– Eine illegale Fleischerei am Kleinen Bruch in Katernberg entdeckt.

September

Das „Zwingli Nr. 1“ eröffnet im Eltingviertel und ist damit das erste Café hier. Nebenan folgt in Kürze eine Arztpraxis.

– Der Start ins neue Schuljahr ist an der Gesamtschule Nord in Vogelheim turbulent: Weil Blindgängerverdacht besteht, muss das Gebäude auf links gedreht werden.

– Katernberg blitzt auch im Regen auf – Projekt soll auch nach der dritten Auflage fortgesetzt werden.

– Die 1,7 km lange Brache entlang der Gladbecker Straße wird zur „Magistrale Vogelheim“ umgebaut.

– Altenessen feiert sein 22. Stadtteilfest bei schlechtem Wetter und gutem verkaufsoffenen Sonntag.

– Der Stauderkreisel soll noch weiter bebaut werden. Politiker und die IG Altenessen begrüßen die Pläne.

Oktober

– Nahe der Kokerei Zollverein öffnet das Parkour-Zentrum. Mit 600 m2 ist es das größte Trainingsareal im Ruhrgebiet (Bild oben).

– Aldi und das Jugendwerk einigen sich auf Neubauten eines Jugendzentrums und eines Aldi-Marktes in Schonnebeck.

– Weiterhin beklagen sich Anwohner über Lärm, den eine baptistische Gemeinde am Karnaper Markt erzeugt. Ein Thema auch für 2018.

November

– Der Altenessener Stadtteilbibliothek fehlt die Laufkundschaft, denn das Ladenlokal liegt weit ab von den Fußgängerströmen. Auch deshalb verringert die Bibliothek ihre Öffnungszeiten.

– St. Nikolaus in Stoppenberg steht auf der Liste der Kirchen, die aufgegeben werden sollen. Jetzt ist die irakische Gemeinde als künftige Betreiberin im Gespräch.

– Der Kirchturm der ehemaligen St. Marien-Kirche im Segeroth bleibt erhalten, ansonsten entsteht hier Platz für 74 neue Wohnungen.

– Der Geschichtskreis Carnap feiert sein zehnjähriges Bestehen.

– Der Allbau investiert in neue Wohnhäuser in Katernberg und Vogelheim. Auch an der Bischoffstraße wächst jetzt ein Wohn- und Ärztehaus.

Dezember

– 400 Bilder von wilden Müllkippen in Karnap hat Denis Gollan seit dem Sommer auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Auch im kommenden Jahr möchte er am Ball bleiben.

– Sowohl auf der Dümptener Straße in Bedingrade als auch auf der Matthias-Erzberger-Straße in Schonnebeck sind die Anwohner mit den Tempobegrenzungen nicht zufrieden. Die Konflikte ziehen sich bereits seit Jahren dahin.

– Der Deutsch-Arabische Wohlfahrtsverein darf laut Verwaltungsgericht nicht länger eine Versammlungsstätte in einem ehemaligen Einkaufsmarkt im Nordviertel betreiben.

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