ZOB Kupferdreh

Baustart für Busbahnhof Kupferdreh

Am Spaten: Heinz-Josef Böcker (stellv. Bezirksbürgermeister), Michael Feller (Ruhrbahn), OB Thomas Kufen, Dieter Schmitz und Rainer Wienke (Stadt Essen).

Am Spaten: Heinz-Josef Böcker (stellv. Bezirksbürgermeister), Michael Feller (Ruhrbahn), OB Thomas Kufen, Dieter Schmitz und Rainer Wienke (Stadt Essen).

Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Kupferdreh.  Offizieller Auftakt des Großprojekts: Erst entstehen unter anderem der überdachte Busbahnhof mit Park & Ride-Anlage. Kosten: 4,1 Millionen Euro.

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„Wir in Kupferdreh haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass der neue zentrale Busbahnhof kommt. Umso froher bin ich, jetzt hier zu stehen.“ Das sind deutliche Worte, die Heinz-Josef Böcker, stellvertretender Bezirksbürgermeister beim Spatenstich für den neuen ZOB Kupferdreh findet. Tatsächlich sind mehr als 25 Jahre vergangen, bis die ersehnte Stadtteilerneuerung auch die neue Anlaufstelle für den öffentlichen Nahverkehr ins Auge fasste.

Aber nun geht es voran: In einem ersten Bauabschnitt wird der überdachte Busbahnhof mit fünf barrierefreien Halteplätzen und einer großen elektronischen Anzeigetafel gebaut. Dazu noch eine Park & Ride-Anlage, zwei „Kiss & Bye“ Parkplätze, eine Radstation für cira 180 Räder inklusive E-Bike-Verleih und Werkstatt sowie ein Sozialgebäude für die Busfahrer.

Neugestaltung des Marktplatzes wird diskutiert

„Damit verbessern wir die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und so auch die Lebensqualität der Kupferdreher“, sagt OB Thomas Kufen und meint damit auch den neuen Anfahrtsweg für die Busse: Die werden den Bahnhof dann nicht mehr über den Kupferdreher Markt, sondern über die Poststraße ansteuern und damit den Weg frei machen für eine Neugestaltung des Marktplatzes. Wie der zentrale Platz zukünftig aussehen könnte und wie er belebt werden soll – darüber diskutieren Bezirksvertreter und Kupferdreher bereits.

Doch zunächst einmal wird der Bahnhof gebaut. Dafür werden laut Paul Krumsiek, Projektleiter beim Amt für Stadterneuerung, rund 4,1 Millionen Euro investiert. Läuft alles glatt, wird der neue Busbahnhof Ende 2018 eingeweiht. „Bis dahin werden wir rund 10 000 Kubikmeter Erde ausheben und fünf Kilometer Rohre verlegen“, so Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn. Während der Bauarbeiten müssen die Kupferdreher noch einmal viel Geduld aufbringen, denn der gesamte Baustellenverkehr wird über die Post-, die Hof- und die Bahnstraße und im Anschluss natürlich auch über die Kupferdreher Straße geführt.

Deilbach kommt für 4,2 Millionen Euro an Oberfläche

Erst wenn der Bahnhof fertig ist, startet der zweite Bauabschnitt: Für rund 4,2 Millionen Euro wird dann der Deilbach binnen eines Jahres an die Oberfläche geholt. Das Ufer wird begrünt und breite Treppenstufen, die alle paar Meter zum Bach führen, sollen zum Verweilen einladen. „Das wird die Attraktivität des Stadtteils sicherlich ein Stückchen erweitern“, sagt Heinz-Josef Böcker und sieht für die Kupferdreher „Licht am Ende des Tunnels“.

Das Licht wird voraussichtlich erst Ende 2020 scheinen. Dann nämlich soll endlich der dritte und letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein. Dabei werden die südlich gelegenen Park & Ride-Plätze ausgebaut sowie der Kupferdreher Markt vergrößert. Zudem wird die Hofstraße zur kleinen Fußgängerzone und die Freianlagen unter der S-Bahn und der Autobahn werden hergerichtet. Mit dem Bau einer neuen Brücke über den Deilbach zur Prinz-Friedrich-Straße gibt es künftig einen direkten Zugang zum Baldeneysee. Das Ganze kostet noch einmal eine Million Euro.

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