Bilanz

Steeler Weihnachtsmarkt bleibt ein Erfolgsgarant

Der Auftritt von Maria Voskania, die schon mit Helene Fischer sang, zum Auftakt des Steeler Weihnachtsmarktes fand ein großes Publikum. Überhaupt waren die veranstalter zufrieden.

Foto: STEFAN AREND

Der Auftritt von Maria Voskania, die schon mit Helene Fischer sang, zum Auftakt des Steeler Weihnachtsmarktes fand ein großes Publikum. Überhaupt waren die veranstalter zufrieden. Foto: STEFAN AREND

Essen-Steele.   Kaum Schnee, aber viel Regen. In Steele wurde auf dem Kaiser-Otto-Platz und Grendplatz dennoch ausgiebig gefeiert. Die Umsätze blieben stabil.

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Die Sause vom runden Geburtstag im Vorjahr im Hinterkopf und die tristen Wetterprognosen vor Augen. Niemand hätte es den Veranstaltern des Steeler Weihnachtsmarktes verübeln können, wenn sie zur 41. Auflage eine Pleite einkalkuliert hätten. Doch nun, eine knappe Woche vor Schluss, gibt Léon Finger von Initiativkreis City Steele (ICS) Entwarnung: „Der Besuch war gut, die Umsätze stabil. Wir ziehen eine positive Bilanz.“ Im Gegensatz zum Markt in der Essener City, wo das Ergebnis eher durchwachsen war.

Manch einer mag sich darüber wundern, dass in Steele die Weihnachtszeit schon Mitte November beginnt. Doch genau diesem Alleinstellungsmerkmal war es zu verdanken, dass die Beschicker auf dem Kaiser-Otto-Platz und dem Grendplatz trotz des miesen Wetters zum großen Teil zumindest finanziell nicht im Regen standen. „Die ersten beiden starken Wochen, die wir in Steele für uns alleine hatten, haben uns diesmal den Umsatz gerettet“, gibt der ICS-Vorsitzende zu. „Die Eröffnung war klasse und danach blieb es zumindest 14 Tage am Stück trocken.“

Die ersten zwei Wochen haben Umsatz gerettet

Wer allerdings den erneuten Erfolg des Steeler Weihnachtsmarktes nur auf seine Länge von zwei kompletten Monaten reduzieren will, liegt nach Fingers Ansicht daneben: „Für den Steeler Markt spricht sein Gesamtkonzept.“

Das abwechslungsreiche Angebot sei ein Pfund, mit dem man wuchern könne. Neben 60 Verkaufsständen, Buden und Fahrgeschäften gibt es allein 15 Wechselhütten, die allein von 170 verschiedenen Anbietern, Schulen, Vereinen und lokalen Einrichtungen bespielt wurden. „Man sieht praktisch jeden Tag etwas Neues auf dem Markt“, sagt Léon Finger.

Glühwein drinnen genießen – das kommt gut an

Klassiker wie Glühweinstuben dürfen natürlich nicht fehlen, doch im Vergleich zu vielen anderen Märkten gibt es in Steele etliche Möglichkeiten, Warmes im Warmen genießen zu können. Die Almstuben, das Glühweineck, das Glühwürmchen am anderen Ende des Kaiser-Otto-Platzes, die Unterstände nahe der großen Weihnachtstanne und nicht zuletzt die üppige „Scheue“ auf dem benachbarten Grendplatz sind komplett überdacht. Bei Regen und Wind kann man also drinnen bequem weiterfeiern. Das kommt an – seit vielen Jahren.

Doch Tradition kann auch Nachteile haben. „Wir überlassen den Beschickern in aller Regel selbst, was sie anbieten wollen“, erklärt Léon Finger. „Wenn es dabei jedoch mal eine Doublette gibt, haben es Neulinge schwer, sich gegen alteingesessene Beschicker zu behaupten. Das braucht schon mal drei Jahre, um sich zu etablieren.“

Bühnenprogramm ist eine tragende Säule des Konzepts

Vom Bühnenprogramm – eine der tragenden Säulen – profitieren jedoch alle. Vor der Bühne ist eigentlich immer Hochbetrieb, was auch an den namhaften Künstlern liegt. Viele Gesichter kennt das Publikum aus dem Fernsehen. Zum Abschluss steht am Samstag beispielsweise Benjamin Boyce auf der Bühne. Der verkaufte mit seiner Boygroup „Caught in the act“ immerhin 22 Millionen Tonträger.

In die Karten gespielt hat dem ICS am Ende sogar ein negativer Aspekt – die wachsende Angst vor dem Terror. „Der Markt liegt direkt in der Fußgängerzone“, erklärt Léon Finger. „Der Weihnachtsmarkt in der City zählt 17 Zugänge, wo etwas passieren könnte. Hier haben wir nur drei. Möglicherweise gibt das den Menschen ein gewisses Gefühl der Sicherheit.“

>>> MARKT BEGINNT 2018 EINEN TAG FRÜHER

Der Steeler Weihnachtsmarkt endet am 7. Januar. Vorher gibt es noch viel Programm: Ab Mittwoch treten Reiner Kavalier und Susan Kent; der Shanty-Chor Gronau (Do.); Jürgen Renford und Dana (Fr.); Rabottis, Essener Prinzenpaar, Neon und Benjamin Boyce (Sa.) und Danny & the Chicks (So.) auf.

Die 42. Auflage ist vom 10. November 2018 bis zum 6. Januar 2019 geplant.

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