Horst räumt auf

Sternmarsch zum Müllsammeln gehört zur Horster Projektwoche

Viele Einrichtungen – eine Projektwoche: Die Akteure von „Horst räumt auf“ treffen sich längst regelmäßig, um sich über die Inhalte und Konzepte ihrer Arbeit im Stadtteil auszutauschen.

Viele Einrichtungen – eine Projektwoche: Die Akteure von „Horst räumt auf“ treffen sich längst regelmäßig, um sich über die Inhalte und Konzepte ihrer Arbeit im Stadtteil auszutauschen.

Foto: Gesa Kortekamp

Essen-Horst.   „Horst räumt auf“ heißt es bei der Projektwoche in Kitas, Schule, Jugendhaus und Bürgerladen. Sie arbeiten mit Familien aus rund 30 Nationen.

„Horst räumt auf – gemeinsam in eine bessere Zukunft“ heißt das Motto der Projektwoche, an der sich im Mai Kitas, Grundschule, Kinder- und Jugendhaus und Bürgerladen beteiligen. Diese Gelegenheit wollen die Verantwortlichen nutzen, um ihre Einrichtungen und ihre Arbeit samt ihrer Netzwerke vorzustellen und gleichzeitig ein Thema anzugehen, das ihnen allen am Herzen liegt: Müll.

Es soll um Sauberkeit im Stadtteil, um Müllvermeidung und -trennung sowie Nachhaltigkeit gehen. Dazu wird es zunächst Projekte in den einzelnen Einrichtungen geben. So werden die Grundschüler im Unterricht etwa den Weg des Altpapiers verfolgen, während die Mädchen und Jungen in der Kita am Sachsenring Mode aus Müll basteln.

Modenschau, Videogruppen und Mitarbeiter-Müll

„Wir werden das Pflegezentrum Solferino einbinden“, kündigt Nicole Weyer vom Familienzentrum Saltokran generationenübergreifende Aktionen an. Im Kinder- und Jugendhaus wird es zum Beispiel eine Videogruppe geben, während die Mitarbeiter des Bürgerladens den Müll präsentieren, den sie verursachen.

Beim Sternmarsch zum Müllaufsammeln (22. Mai) im und ums Hörsterfeld packen dann alle gemeinsam an: Die Mitarbeiter werden samt Kindern und Jugendlichen ausrücken. Abgesehen davon, dass der Stadtteil an diesem Tag von Unrat befreit wird, geht es vor allem darum, den Nachwuchs und auch die Eltern zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren – über den Tag hinaus.

Das Hörsterfeld befindet sich seit 2015 im Wandel

Der Zuzug kinderreicher Familien habe auch zu deutlichen Veränderungen der Arbeit und auch der Auslastung der sozialen Institutionen geführt. Immerhin lebten heute in dem Stadtteil Familien aus rund 30 Nationen, schätzen Grundschulleiterin Deborah Halbach und Elke Tünnesen von der Kita Sachsenring.

„Das Hörsterfeld befindet sich seit 2015 in einem deutlichen Wandel“, formuliert Bernd von der Bey. Es gibt zudem immer wieder die Diskussionen um Vandalismus, der die Astrid-Lindgren-Grundschule, eine Kita und das Jugendhaus trifft, und auch die teils illegale Müll- und Sperrmüllentsorgung sind Thema im Viertel.

Beim Fest dabei: MTG Horst und TC Freisenbruch

Wer die Einrichtungen, deren Mitarbeiter und ihre Aufgaben kennenlernen möchte, wird am letzten Tag der Projektwoche (24. Mai, 14 bis 17 Uhr) beim abschließenden Fest auf dem Schulhof Gelegenheit dazu haben. Daran werden sich auch Vereine wie die MTG Horst und der TC Freisenbruch beteiligen. Unterstützt wird die Projektwoche zudem von der Politik: Die Bezirksvertreter haben bereits rund 550 Euro für das Programm an der Astrid-Lindgren-Grundschule bewilligt.

>>DIE BETEILIGTEN AN DER HORSTER PROJEKTWOCHE

  • An der Projektwoche „Horst räumt auf - gemeinsam in eine bessere Zukunft“ vom 20. bis 24. Mai nehmen teil:
  • Astrid-Lindgren-Grundschule, städt. Gemeinschaftsgrundschule
  • Kinder- und Jugendhaus Hörsterfeld, Jugendhilfe Essen
  • Familien aktiv in Schule, CSE (Zusammenschluss aus Caritas und dem Sozialdienst katholischer Frauen)
  • Familienzentren Lönneberga und Saltokran (CSE)
  • Kindertagesstätte Sachsenring 295 (Jugendamt)
  • Kindertagesstätte Wühlmäuse (Diakonisches Werk)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben