Parkplatznot

Viele Kunden unterschreiben fürs Parken auf dem Marktplatz

Die Werbegemeinschaft fragt nun die Bürger, ob sie sich das Parken auf dem Kupferdreher Marktplatz während der Umbauphase wünschen.

Die Werbegemeinschaft fragt nun die Bürger, ob sie sich das Parken auf dem Kupferdreher Marktplatz während der Umbauphase wünschen.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Kupferdreh.   Werbegemeinschaft Kupferdreh reagiert auf Parkplatzdruck und befragt Bürger: In Geschäften, Praxen und Kanzleien liegen Unterschriftenlisten aus.

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Die Politik hatte das Thema Ende vergangenen Jahres auf der Tagesordnung, nun stimmen die Bürger ab: über das Parken auf dem Marktplatz. Es geht um eine Teilfläche und eine temporäre Lösung, denn der Parkdruck im Ortskern ist groß. Daher hat die Werbegemeinschaft jetzt in zahlreichen Geschäften, Praxen und Kanzleien Unterschriftenlisten ausgelegt.

Kunden können sich dafür oder dagegen aussprechen, einen Teil des Kupferdreher Marktplatzes für die Zeit der Umbauphase unter der Autobahnbrücke als Parkplatzfläche freizugeben. Die Bezirksvertreter stimmten bereits im November darüber ab, ob die Stadt zunächst die Kosten für die Einrichtung, Betreuung und den Rückbau dieser Maßnahmen beziffern solle. Eine Mehrheit mit Stimmen der SPD, Grünen sowie Vertretern des Essener Bürgerbündnisses lehnte den Antrag von FDP und CDU ab.

Stimmung kippe in Richtung Unverständnis

„Wir waren ziemlich enttäuscht“, sagt Eva Großimlinghaus, Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Die hatte auf 30 oder 40 Parkplätze gehofft, das sei eine humane Lösung, mitnichten eine Maximalforderung. „Wir leben hier seit 20 Jahren mit Baustellen und langsam kippt die Stimmung in Richtung Unverständnis und Wut“, beschreibt sie.

Die Listen hat die Werbegemeinschaft Ende Januar verteilt, bis zum 21. Februar können sich Bürger eintragen und Ja oder Nein ankreuzen. Es gehe um den Bürgerwillen, nicht um eine bestimmte Anzahl an Unterschriften, sagt Eva Großimlinghaus. Vor der kommenden Sitzung der Werbegemeinschaft (28. Februar) sollen die Listen ausgewertet und über weiteres Vorgehen beschlossen werden. „Wir könnten einen Antrag auf temporäre Parkflächen stellen und sehen, ob sich Vertreter aus der Politik anschließen“, sagt sie. Abgelehnt worden sei ja zuletzt die Prüfung der Kosten.

„Die Parkplatznot ist ein extrem großes Thema“

Die Listen werden derweil gut angenommen. In vielen Geschäften liegen gleich mehrere bereits ausgefüllte Seiten. Inhaber wie Anne Krüger (Blumenwerkstatt, ca. 40 Unterschriften) bestätigen die schwierige bis katastrophale Situation: „Es muss was passieren, sonst bleiben Kunden weg.“ Bettina Schnitzler-Platt (Apotheke Platt, mehr als sieben unterschriebene Seiten) ist überzeugt, dass ein neues Verkehrskonzept dringend erforderlich sei.

Regelmäßig berichteten Kunden, dass sie in andere Stadtteile durchfahren, wenn sie in Kupferdreh keine Parklücke fänden. Rainer Haake (Tee-, Kaffee- und Feinkostwelt, vier Seiten mit Unterschriften) beschreibt die Parkplatznot als extrem großes Thema im Stadtteil, die Idee der Werbegemeinschaft als hervorragend. Im Blumen- und Feinkostgeschäft sowie in der Apotheke haben derzeit lediglich zwei Kunden gegen das Parken auf dem Marktplatz gestimmt.

>>EINIGE ARGUMENTE DER PARKFLÄCHEN-GEGNER

Ein Argument der Gegner von einer Parkfläche auf dem Marktplatz war, dass die Lösung an den Markttagen mit dem stärksten Parkdruck nicht greife. Sie fürchteten, dass der Aufenthaltsort zum Abstellplatz werde.

Zudem hielten sie den Aufwand mit Blick auf die Nutzungsdauer für zu hoch.

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