Steeler Archiv

Zum Stellwerk und ins Krematorium – mit dem Steeler Archiv

Mitglieder des Steeler Archivs haben für ihre nostalgische Spielzeugschau gesammelt: die Initiatoren (v.li.) Arnd Hepprich, Klaus Geiser und Michael Maßmann vom Laurentiusstift.

Mitglieder des Steeler Archivs haben für ihre nostalgische Spielzeugschau gesammelt: die Initiatoren (v.li.) Arnd Hepprich, Klaus Geiser und Michael Maßmann vom Laurentiusstift.

Foto: André Hirtz / Funke Foto Services

Essen-Steele.  Stadtteilhistorie zum Anschauen und Erleben: Das Steeler Archiv lädt zu Spielzeugschau und Führungen ein. Mitglieder stellen neues Programm vor.

Nur wenige Tage vor ihrer nächsten Ausstellung präsentieren die Mitglieder des Steeler Archivs, was sie im kommenden Halbjahr noch alles vorhaben: Außer der anstehenden nostalgischen Spielzeugschau sind es Rundgänge durch Steele, die zu historischen Bauwerken und dem Stellwerk im Bahnhof Steele-Ost führen. Ausgestellt werden zudem Fotografien mit Steeler Ansichten, während es auf dem Weihnachtsmarkt Motive aus dem Stadtteil für zu Hause gibt, dann liegt der Kalender 2020 bereit. An dem Programm können alle Interessierten teilnehmen. Erstmals steht das Krematorium in Freisenbruch auf dem Terminplan.

Nach dem Aufruf kamen zahllose Spielzeug-Leihgaben zusammen

Für die aktuelle Spielzeugschau unter dem Titel „Roller, Puppe, Kaufmannsladen“ haben die Stadtteilhistoriker historisches Spielzeug aus den 1940er bis 1970er Jahre zusammengetragen – aus dem Archiv, aber auch aus Leihgaben der Bürger. „Wir haben reichlich bekommen, so dass wir alles gar nicht ausstellen können“, sagt Arnd Hepprich, der Vorsitzende des Archivs, gerührt von den vielen Reaktionen nach dem Aufruf.

Ungewöhnlich seien manche Orte und Begegnungen gewesen, als sie das Spielzeug abgeholt hätten. Es zählten Wohnungen dazu, in denen sie auf über 60 Puppenstuben stießen, die teilweise liebevoll selbst gebastelt gewesen sind. Auch Arnd Hepprich hat übrigens etwas zur Schau beigesteuert: Herr Hund wird ausgestellt, der seit sechs Jahrzehnten der plüschige Begleiter des Archiv-Vorsitzenden ist. Zu sehen werden zudem auch Kasperletheater, Puppenstube, Ritterburg oder Modelleisenbahn sein, um Einblicke in ehemalige Kinderzimmer zu erhalten.

Archiv-Mitglieder präsentieren ihre 23. Geschichtstafel

Die Ausstellung ist von Samstag, 31. August, bis Sonntag, 6. Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr im Seniorenstift St. Laurentius, Laurentiusweg 48, zu sehen. Dort findet am Samstag, 7. September, auch ein nostalgisches Kinderfest und am Sonntag, 15. September, eine Lesung mit Kindheitserinnerungen statt. Am Tag der Ausstellungseröffnung werden die Mitstreiter vom Archiv zudem die 23. Geschichts- und Denkmaltafel vorstellen: Sie steht am Quartiersplatz Mariannenbahn (Höhe Hausnummer 22) und trägt den Titel „Ruhrterrassen“. Ab 15.30 Uhr erfahren Interessierte die Bedeutung der einzelnen Straßennamen, bevor sich das Quartiersfest für Anwohner anschließt.

Zu den Bauwerken des Steeler Stadtbaumeisters Wilhelm Stark geht es dann am Sonntag, 8. September, beim Tag des offenen Denkmals, ab 11 Uhr. Stark prägte als letzter Stadtbaumeister zwischen 1910 und 1929 mit zahlreichen öffentlichen Bauten, Geschäfts- und Wohnhäusern das Straßenbild von Steele, kündigen die Veranstalter die Führung an und nennen als Beispiele das Bürgermeisterhaus, das Lyzeum sowie die Stadtschänke. Los geht es am Archiv, Hünninghausenweg 96. Die Teilnahme kostet fünf Euro, weitere Informationen: 015773983425.

Stadtrundgang führt zur Grenze von Rheinland und Westfalen

Ein Stadtrundgang führt am Sonntag, 22. September, 16 Uhr (Kosten: 5 Euro), von der Mariensäule am Grendplatz zu den Resten der Stadtmauer über die historische Grenze von Rheinland und Westfalen bis zum alten Rathaus, während Teilnehmer bei der Besichtigung am Dienstag, 15. Oktober, 15 Uhr, sich im Krematorium in Freisenbruch umschauen. Es gibt Informationen zur Feuerbestattung in der Einrichtung am Hellweg, die seit 1977 in Betrieb ist. Treffpunkt ist vor dem Krematorium, Hellweg 95, eine Anmeldung ist erforderlich: 500303.

„Das Herz des Zugverkehrs von und nach Steele schlägt im 1978 erbauten Stellwerk“: Dieses kann am Freitag, 6. Dezember, um 15 und um 17.30 Uhr besichtigt werden. Teilnehmer treffen sich vor dem Bahnhof und müssen sich für die Führung vorab anmelden: 500303.

Intensiver Eindruck der Kommandozentrale am Bahnhof Steele-Ost

Die Besichtigung soll einen intensiven Eindruck von der Arbeit der Kommandozentrale des Bahnhofs Steele-Ost vermitteln. Jeweils am ersten Montag im Monat (19 Uhr) geben die Familienforscher Einblicke in ihre Arbeit: Dann ist jeder ins Archiv eingeladen, der Hilfe bei der Suche nach seinen Vorfahren braucht, sich austauschen oder nützliche Tipps erhalten möchte.

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